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Bausperre

Steuerung der Innentwicklung des Geschoßwohnbaues

Vor etwa 15 Jahren wurde der Stadtgemeinde Mistelbach von der Planungsgemeinschaft Ostregion (PGO) ein Bevölkerungswachstum prognostiziert. Dieses Bevölkerungswachstum ist auch aufgrund der besseren Verkehrsanbindung (Stichwort: Ausbau der Bahnlinie S2 und Errichtung der A5) und der allgemeinen infrastrukturellen Verbesserung in der Stadt schon teilweise eingetroffen und deutlich merkbar.

Entsprechen dem vom Land NÖ verordneten Regionalem Raumordnungsprogramm Wien Umland Nord soll die für den Nordraum von Wien prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Orten mit einer guten öffentlichen Verkehrsanbindung und hohe infrastruktureller Ausstattung (Schulen, Einkaufen, öffentliche Einrichtungen) gesteuert werden. Das trifft gerade für Mistelbach zu. 

Die Stadtgemeinde Mistelbach hat bereits im Entwicklungskonzept auf die zuvor beschriebenen Gegebenheiten reagiert und im Allgemeinden der Innenentwicklung gegenüber der Außenentwicklung den Vorzug gegeben. Daraus ergibt sich, aus raumplanerischer Sicht für die KG Ebendorf, KG Lanzendorf und KG Mistelbach ein stärkerer Bedarf, Wildwuchs zu verhindern.

Der Gemeinderat hat daher das Bauamt und die Ortsplaner beauftragt, im Flächenwidmungsplan jene Bereiche aufzuzeigen, wo zukünftig aufgrund des strukturellen Charakters des einzelnen Stadt- oder Ortsteiles die Siedlungsentwicklung durch den Zusatz "max. 2 Wohneinheiten", "max. 3 Wohneinheiten" oder "Reihenhäuser" im Flächenwidmungsplan festgelegt werden kann. Dadurch wird im Sinne des Ortsbildes und der Erhaltung der Strukturen unserer Stadt der Bau von Mehrfamilienwohnhäusern steuerbar.

Um Sicher zu stellen, dass keine Bebauung bzw. Grundteilung erfolgt, welche den Intentionen des Örtlichen Raumordnungsprogrammes und dem Bedarf einer schonenden Stadtentwicklung zuwider läuft, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2016 eine befristete Bausperre für einzelne Orts- und Stadtteile beschlossen. Die Errichtung von Ein- oder Zweifamilienwohnhäusern und Zu- und Umbauten im untergeordneten Umfang sind davon nicht betroffen. Ebenso ändert sich nichts wo jetzt schon Mehrfamilienwohnhäuser bestehen, oder wo bereits eine Untersuchung stattgefunden hat oder eine Baubewilligung erteilt wurde.

Ziel der Stadtgemeinde Mistelbach ist, das der Flächenwidmungsplan im Jahr 2017 im Hinblick auf einer strukturgemäßen Innenentwicklung überarbeitet und die max. Dauer der Bausperre von zwei Jahren und einer möglichen Verlängerung von max. einem Jahr nicht ausgeschöpft wird. Danach erfolgt wieder die Freigabe der Bebauung mit großvolumigen Bauten für jene Flächen, die für diese Bauweise geeignet sind.  

Stand 01/2017


Verordnung

Plan

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