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Aus Oswald Kabasta- wurde Alfred Sramek-Saal

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): Bürgermeister Dr. Alfred Pohl, Kulturstadtrat Klaus Frank, Bezirkshauptfrau Mag. Verena Sonnleitner, Katharina Dorian, Staatsoperndirektor Dominique Meyer, Rotary-Präsident Direktor Rudolf Riener und Landtagsabgeordneter Mag. Kurt Hackl

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): Kulturstadtrat Klaus Frank, Bürgermeister Dr. Alfred Pohl, Staatsoperndirektor Dominique Meyer, Katharina Dorian, Bezirkshauptfrau Mag. Verena Sonnleitner und Landtagsabgeordneter Mag. Kurt Hackl

Copyright StadtGemeinde Mistelbach

„Alfred Sramek beinhaltet einfach alles: Kammersänger, Rotarier, berühmter Mistelbacher, sodass wir heute nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft schauen dürfen! Und heute ehrt Mistelbach seit langem wieder einen ehemaligen Mitbürger mit der höchsten Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat, und zwar mit einem „Branding“ eines Gebäudes bzw. einer Unsterblich-Machung, damit sich Generationen nach uns noch die Frage stellen werden, wer Alfred Sramek war!“ Mit berührenden und treffenden Worten beschrieb Kulturstadtrat Klaus Frank einen der ganz großen Mistelbacher, der am 23. Juni 2016 nach langer schwerer Krankheit verstarb: Kammersänger und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper Alfred Sramek. Nach ihm wurde in einem großen Festakt am Donnerstag, dem 9. März, der große Saal im Mistelbacher Stadtsaal, der ehemalige Oswald Kabasta-Saal, benannt, der nun offiziell Alfred Sramek-Saal heißt.

Kammersänger Alfred Sramek:
„Alfred Sramek war ein Mensch, wie viele, mit seinen Launen, mit guten und schlechten Tagen, er war streitbar und versöhnlich, hatte vielleicht mehr als viele schwerste Schicksalsschläge zu verkraften. Er war aber auch ein Musiker, ein Topkünstler, der mit allen großen Dirigenten gearbeitet hat“, beschrieb ihn der Kulturstadtrat. Insgesamt unglaubliche 2.522 Auftritte in über 90 verschiedenen Rollen an der Wiener Staatsoper bezeugen die großartige Karriere des Alfred Sramek, in denen er seit dem Jahr 1975 über fünf Millionen Menschen im Zuschauerraum mit seinem musikalischen Können begeisterte. Grund genug, den großen Saal im ersten Stock nach dem großartigen Mistelbacher zu benennen, dessen Tafel im Beisein von Srameks Tochter, Katharina Dorian, feierlich enthüllt wurde.

Ein besondere Ehre wurde dem offiziellen Festakt mit der Anwesenheit von Staatsoperndirektor Dominique Meyer zu Teil, der jahrelang guter Freund von Alfred Sramek war: „Ich kann heute nicht in die Oper gehen, ohne an ihn zu denken“, gestand Meyer. „Alfred Sramek sang ganz große Partien und auch ganz kleine Rollen. Aber er hatte stets die Fähigkeit, mit seinen Rollen etwas zu erreichen, dass beim Publikum unvergesslich ist.“ Für diesen jahrelangen Einsatz an der Wiener Staatsoper wurde er im Mai 2014 auch mit der höchsten Auszeichnung der Staatsoper, der Ehrenmitgliedschaft, geehrt.

Vor 35 Jahren kam Alfred Sramek als Sohn eines Kutschers von Loosdorf nach Mistelbach. Im Jahr 2012 wurde ihm beim Neujahrsempfang von Bürgermeister Dr. Alfred Pohl das Goldene Ehrenwappen der StadtGemeinde Mistelbach verliehen. „Und heute, wo er nicht mehr unter uns ist, dürfen wir ihm ein Andenken mit der Umbenennung dieses Saals bewahren“, würdigte Bürgermeister Dr. Alfred Pohl den großartigen Künstler.

Mit dem Stadtsaal, der Treffpunkt ist, wo sich Menschen austauschen, unterhalten und diskutieren und der vor allem eine Veranstaltungsstätte ist, wo Kultur hautnah erlebt werden kann, hätte keine besserer Platz für dieses ehrwürdige Andenken gefunden werden können. „Es ist mit Sicherheit nicht übertrieben zu sagen, dass es der bedeutendste Saal im gesamten Weinviertel ist. Umso größer ist die Anerkennung, dass man einem Sohn von Mistelbach so eine tolle Auszeichnung zukommen lässt, denn damit ist er allgegenwärtig“, sprach Festredner Landtagsabgeordneter Mag. Kurt Hackl.

30 Jahre Rotary Club Weinviertel-Marchfeld:
Der zweite Teil des Festaktes war das 30-jährige Jubiläum des Rotarys Clubs Weinviertel-Marchfeld, bei dem Kammersänger Alfred Sramek auch viele Jahre Mitglied war und er mit diversen Konzerten unterstützte. Der Rotary Club Weinviertel-Marchfeld ist, wie jeder andere der 34.000 Clubs mit insgesamt 1,2 Millionen Mitgliedern weltweit, ein gemeinnütziger Verein, der die Freundschaft und den guten Willen fördert und sich dem Dienst der Mitmenschen verschrieben hat. Wöchentlich finden treffen in Clublokalen statt, um Hilfsprojekte bzw. Menschen in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach zu unterstützen. „Am 11 Oktober 1986 wurde der Club mit der Chartafeier aus der Taufe gehoben. Waren es damals nur 17 beinhaltet er heute stolze 85 Mitglieder! In diesen 30 Jahren konnten wir 400.000 Euro an finanziellen Mitteln für soziale Zwecke und Unterstützungen aufstellen“, unterstrich Präsident Direktor Rudolf Riener die 30-jährige Clubgeschichte in Zahlen. Zahlreiche Abordnungen von anderen Distrikten und Clubs waren beim großen Festakt im Stadtsaal mit dabei, um dem Rotary Club Weinviertel-Marchfeld unter dem derzeitigen Präsidenten Rudolf Riener zum 30-Jahr-Jubiläum zu gratulieren. 

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