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Höhere Lebensqualität, mehr Sicherheit und weniger Lärm: Autobahnteilstück zwischen Schrick und Poysbrunn eröffnet

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): Bürgermeister Josef Tatzber, Bildungsministerin Dr. Mag. Sonja Hammerschmid, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Bürgermeister Dr. Alfred Pohl und Bürgermeister Reinhard Künzl

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): Landesrat Dipl.-Ing. Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Mag. Karl Wilfing, ASFINAG-Geschäftsführer Dr. Klaus Schierhackl und Bildungsministerin Dr. Mag. Sonja Hammerschmid

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): Bürgermeister Josef Tatzber, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Bürgermeister Reinhard Künzl und Bürgermeister Dr. Alfred Pohl

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): ASFINAG-Geschäftsführer Dr. Klaus Schierhackl, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Dipl.-Ing. Ludwig Schleritzko

Copyright StadtGemeinde Mistelbach (v.l.n.r.): Wirtschaftskammer-Vizepräsident Landtagsabgeordneter Mag. Kurt Hackl, Landesrat Mag. Karl Wilfing, ASFINAG-Geschäftsführer Dr. Klaus Schierhackl, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landtagsabgeordneter Bürgermeister Ökonomierat Ing. Manfred Schulz und Bezirkshauptfrau Mag. Verena Sonnleitner

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Copyright StadtGemeinde Mistelbach: Der Vater der Autobahn Landesrat Mag. Karl Wilfing

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Copyright StadtGemeinde Mistelbach: Bereits vor der symbolischen Eröffnungsfeier fand um 09.00 Uhr ein Mammutlauf direkt auf der Autobahn statt, wo mehr als 500 Teilnehmer versuchten, eine Laufstrecke von fünf bzw. zehn Kilometern in der schnellst möglichen Zeit zurückzulegen

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist der 25 Kilometer lange Abschnitt der A5 Nordautobahn zwischen Schrick und Poysbrunn fertiggestellt. Am Freitag, dem 8. Dezember, gibt die ASFINAG die neue Autobahn für den Verkehr frei, die hierfür 282 Millionen Euro investierte. 60 Prozent des Verkehrs von der stark belasteten B7 Brünner Straße werden dann auf die neue Autobahn verlagert. „Das bringt mehr Verkehrssicherheit sowie weniger Lärm und bessere Luft für tausende Anrainer“, so Bildungsministerin Dr. Mag. Sonja Hammerschmid, die in Vertretung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie an der Veranstaltung teilnahm. Vier Anschlussstellen, 45 Brücken sowie ein Forschungsprojekt im Bau von integralen Brücken und eine Innovation für mehr LKW-Sicherheit zeichnen dieses Projekt aus. Zahlreiche nationale als auch internationale Ehrengäste feierten mit der Bevölkerung bereits am Samstag, dem 2. Dezember, die Verkehrsfreigabe der A5.

20 Jahre für diesen Tag gekämpft:
Am Freitag, dem 8. Dezember, wird die A5 für den Verkehr geöffnet. Damit wechseln die neuen 25 Autobahnkilometer vom ASFINAG Bau in den ASFINAG Betrieb. Und ein Name wird seit jeher mit der A5 Nordautobahn verbunden: Landesrat Mag. Karl Wilfing, der das Projekt seit 20 Jahren verfolgte, immer an dessen Bau festgehalten hat und für den die Verkehrsfreigabefeier wohl der wichtigste Tag in seiner politischen Karriere war: „Es ist ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Mit der Inbetriebnahme der A5 werden nun endlich die leidgeplagten Anrainer an der B7 Brünner Straße vom Schwerverkehr entlastet. Damit trägt die neue Autobahn ganz wesentlich zur Lebensqualität im Weinviertel bei“, zeigte sich ein sichtlich gerührter Landesrat erleichtert.

Und auch die vielen nationalen und internationalen Ehrengäste freuten sich, dass das Projekt nun endlich abgeschlossen und die Autobahn ihrer Bestimmung übergeben werden konnte: „Die A5 zählt zu den wichtigsten Hauptverkehrswegen Niederösterreichs, es ist ein Jahrhundertprojekt, von dem noch viele Generationen profitieren werden. Sie ist wesentlich für eine bessere Anbindung des Weinviertels sowohl an die Bundeshauptstadt Wien, als auch an unser Nachbarland, die Tschechische Republik“, so Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und ergänzt: „Vor allem aber ist die A5 Nordautobahn ein Quantensprung in der Standortqualität. Denn es ist nicht nur wichtig, dass eine Region schön ist, sondern es braucht auch Lebensadern wie die A5, um noch mehr Betriebe herzubekommen, die Region touristisch zu etablieren und Arbeitsplätze zu schaffen!“

Der Verkehrsminister der Tschechischen Republik, Ing. Dan Tok und der stellvertretende Kreishauptmann-Stellvertreter von Südmähren, Petr Hýbler, sind ebenso überzeugt von der Bedeutung der A5, wie sie betonen: „Wir sind sehr erfreut über die rasche und zeitgerechte Fertigstellung dieser bedeutenden hochrangigen Straßenverbindung. Sie öffnet auch für unser Land ein Tor zur Mitte Europas.“ Und auch Bürgermeister Dr. Alfred Pohl ist davon überzeugt, dass die Verkehrsfreigabe der Wirtschaftsregion des Weinviertels einen enormen Schub bringt: „Damit eine Region wirtschaftlich erfolgreich ist, braucht es eine bestausgebaute Infrastrukturvernetzung. Mit der Verkehrsfreigabe dieses hochrangigen Straßenstückes ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsregion Weinviertel gelungen!“

Das bringt die A5:
Höhere Lebensqualität:
Mit der A5 werden 60 Prozent des Verkehrs von den Ortschaften auf die neue Autobahn verlagert. Das bringt für tausende Anrainer weniger Lärm und Luftschadstoffe. „Vor allem die Bürger in Poysdorf haben in den letzten Jahren sehr viel geduldet und werden nun an Lebensqualität gewinnen“, sehnte Poysdorfs Bürgermeister Thomas Grießl die Verkehrsfreigabe herbei.

Mehr Verkehrssicherheit:
Die A5 ist absolut verkehrssicher gebaut. Die zwei Richtungsfahrbahnen sind durch eine Betonleitwand getrennt. Folgenschwere Frontalzusammenstöße werden so verhindert.

Mehr LKW-Sicherheit:
Der Verkehrskontrollplatz bei Schrick wird der modernste in Österreich. Ausreichend Platz und Hightech Einrichtungen erhöhen den Schutz vor Unfällen mit falsch beladenen oder mangelhaft ausgerüsteten LKWs.

Die neue A5:
Die A5 zwischen Schrick und Poysbrunn ist insgesamt 25 Kilometer lang und sie ist der Garant dafür, dass 60 Prozent des Durchzugsverkehr von der stark belasteten B7 Brünner Straße auf die neue Autobahn verlagert werden. Das bringt mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm und bessere Luft für 14.000 Anrainer. Die neue A5 hat vier Anschlussstellen – Mistelbach Ost/Wilfersdorf, Poysdorf Süd, Großkrut und Poysdorf Nord. Sie überspannt außerdem zahlreiche querende Landstraßen. Dafür wurden 45 Brücken errichtet. Auf 16 davon verläuft die Autobahn, die restlichen verbinden das Landesstraßennetz oder sind Grünbrücken über die Autobahn. Damit der Wettbewerb angekurbelt wird, wurde die A5 in vier großen Baulosen ausgeschrieben.

Eines haben alle gemeinsam – die enormen Erdbewegungen zur Errichtung der neuen Autobahntrasse. Sechs Millionen Kubikmeter Erde wurden im Laufe der zweieinhalbjährigen Bauzeit abgebaggert und wieder aufgeschüttet. Der Grund dafür: Die komfortable und vor allem sichere Straßenlage der A5 durch das hügelige Weinviertel. Gebaut wurde die A5 mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung.

Getrennt sind die Richtungsfahrbahnen durch eine Betonleitwand. 14 Pannenbuchten und 28 Notrufsäulen sowie 17 Kameras zur Verkehrssteuerung sorgen im Ereignisfall für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Betreut werden die 25 neuen Autobahnkilometer durch die Wiener Autobahnmeisterei Kaisermühlen.

Interessante Zahlen:
o) Etwa sechs Millionen Kubikmeter Erde wurden bewegt
o) Über 40 Brücken gebaut
o) 100 Kilometer Leitungen wurden verlegt
o) Zu Spitzenzeiten waren 500 Personen gleichzeitig am Bau beschäftigt
o) Über 109 Hektar ökologische Ausgleichsmaßnahmen wurden gesetzt (Wiesen angelegt und
    Wälder aufgeforstet). Das entspricht einer Fläche von umgerechnet 153 Fußballfeldern.
o) 18 Gewässerschutzanlagen zur Reinigung der Straßenwässer von beispielsweise Reifenabrieb
    wurden errichtet.
o) Grünbrücken für Wildtiere stellen sicher, dass Jahrtausende alte Tierwanderwege erhalten bleiben.
o) Rund 18.500 Quadratmeter Lärmschutzwände und -dämme schützen die Menschen vor Straßenlärm.
    Für die Dämme wurde ausschließlich Erdmaterial wiederverwendet, das beim Anlegen der
    Autobahntrasse abgetragen wurde.

Die Brücke über den Satzengraben als Forschungsobjekt:
Gemeinsam mit der Technischen Universität Wien hat die ASFINAG auf der A5 ein Forschungsprojekt zum Brückenbau ins Leben gerufen. Das Ziel: Zukünftig integrale Brücken über 100 Metern Länge zu errichten. Integrale Brücken sind aus einem Guss, ohne herkömmliche Fahrbahnübergänge aus Stahl. Sie sind wartungsärmer und leiser beim Überfahren. Die Brücke über den Satzengraben, im Gemeindegebiet Wilfersdorf, ist 112 Meter lang und damit Österreichs längste integrale Brücke. Erforscht wird, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Längsbewegungen einer solchen Brücke optimal abzufedern. Das gelingt durch die Erfassung der Brückenbewegungen mittels Temperatur- und Bewegungs-Sensoren.

Innovation „Truck Checker“ für mehr LKW-Sicherheit:
Bei Schrick baut die ASFINAG den modernsten Verkehrskontrollplatz in Österreich. Auf rund 15.000 Quadratmeter können 39 LKWs zeitgleich einer Rund-um-Kontrolle unterzogen werden. Eine moderne Fahrzeug-Prüfhalle sowie eine LKW-Wiegeeinrichtung und ein überdachter Kontrollbereich stehen zur Verfügung. Das Besondere: der „Truck Checker“. Dieser ermöglicht erstmals in Österreich die geeichte Wiegung des Gesamtgewichts aller vier Achsen eines LKW. Das Ziel: raschere und effizientere LKW-Kontrollen. Angebracht ist die Spezialwaage im Zulauf zum Kontrollplatz. Die Wiegung erfolgt bei einer Überfahrtsgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Passen Gewicht und der erste optische Eindruck des LKW, kann dieser ohne anzuhalten wieder zurück auf die A5 fahren. Mitte 2018 nimmt der Verkehrskontrollplatz den Betrieb auf.

Bis Mai 2018 im Bau: Anschlussstelle Mistelbach Ost/Wilfersdorf
Bis kommenden Mai baut die ASFINAG an der direkten Verbindung der A5 mit der Umfahrung Mistelbach, der zukünftige Anschlussstelle Mistelbach Ost/Wilfersdorf. Der größte Teil der Anschlussstelle ist bereits fertig. Die Auf- und Abfahrten zur B7 und zur Spange Mistelbach werden sofort nach der Verkehrsfreigabe der Autobahn mit Hochdruck errichtet. Dieser Bereich diente bis jetzt zur Abwicklung des Baustellenverkehrs. Damit war sichergestellt, dass der Verkehr auf der B7 nicht behindert wird. Bis Mai kommenden Jahres ist Mistelbach über die Anschlussstellen Schrick und über die B46 Staatzer Straße oder über Poysdorf Süd und die B7 zu erreichen.

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