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Konjunkturaufschwung in fast allen Bereichen des Arbeitsmarktes erkennbar

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Die aktuellen Konjunkturindikatoren deuten auf ein Anhalten des kräftigen Wirtschaftswachstums hin. Auch hinsichtlich ihrer künftigen Geschäftslage sind die österreichischen Unternehmen weiterhin überaus optimistisch. Die kräftige Konjunktur schlägt sich auch zu Jahresbeginn positiv auf dem heimischen Arbeitsmarkt nieder, die Arbeitslosenquote sinkt merklich, ist aber nach wie vor hoch.

In Niederösterreich standen Ende Jänner 66.995 Arbeitslose bei den AMS-Geschäftsstellen in Vormerkung. Dies entspricht einem Minus von 7.181 Personen oder -9,7% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Das ist absolut der größte Rückgang der Arbeitslosigkeit seit 120 Monaten. Vor allem an der Entwicklung der gemeldeten offenen Stellen zeigt sich, dass der starke Aufwärtstrend der Wirtschaft in Niederösterreich anhält.

Trotz der erfreulichen Trendwende, die am niederösterreichischen Arbeitsmarkt im abgelaufenen Jahr gelungen ist, gibt es aber weiterhin strukturelle Probleme: Personen der Generation 50+ bzw. mit gesundheitlichen Einschränkungen laufen auch heuer Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden bzw. zu bleiben. „Etwa jeder vierte AMS-Kunde wird bereits ein Jahr und länger vom AMS in Niederösterreich betreut. Zu den obersten Prioritäten im laufenden Jahr werden daher die Vermeidung bzw. Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit gehören“, erklärt AMS NÖ-Chef Mag. Karl Fakler.

In Summe ergaben sich Ende Dezember 77.828 Jobsuchende, die entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS Niederösterreich waren (-8,0%). Die Arbeitslosenquote sank in Niederösterreich – ebenso wie in ganz Österreich – gegenüber dem Vorjahr um -1,2%-Punkte auf 10,2% (Österreich: 9,5%).

Wie schon seit Monaten profitieren von der derzeitigen Entwicklung Männer stärker (-5.461 oder -11,7%), aber auch bei den Frauen sinkt die Arbeitslosigkeit seit Juni des Vorjahres (aktuell -1.720 od. -6,2%). Bei Inländern geht die Arbeitslosigkeit um 10,1%, bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 8,1% (auf 13.872) zurück.

Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Jugendlichen ist im Vorjahresvergleich um 20,1% und damit sehr deutlich gesunken (absolut –1.728) und auch die Zahl der Älteren (50+) sank im Jahresvergleich um 2,7% (absolut -647). Die Zahl arbeitsloser Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen stieg mit 0,1% (absolut +20) leicht.

Sehr gute Beschäftigungssituation:
Das Beschäftigungswachstum ist in Niederösterreich ungebrochen stark: Der Beschäftigtenstand lag im Dezember bei 595.956, das ist mit 2,1% (oder 12.218 Personen) ein größerer Zuwachs als in den Monaten zuvor.

Ein besonders starkes Beschäftigungsplus gibt es in der Altersgruppe 50+ mit 5,8% (absolut +9.233). Auch beim Beschäftigungszuwachs können Männer (+7.780 oder 2,5%) viel stärker profitieren als Frauen (+4.438 oder 1,7%). Die Inländerbeschäftigung stieg erfreulicherweise im Vergleich zum Vorjahr weiter an (+5.400 oder 1,1%), die der Ausländer um 6.800 (oder 7,7%).

Sehr erfreuliche Entwicklung am Stellenmarkt:
Die gute Konjunktur zeigt sich auch bei der Entwicklung der Zahl an gemeldeten offenen Stellen, die mit aktuell 9.581 um 58,2% über dem Vorjahreswert liegt. Ebenso ist die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen gestiegen: aktuell verzeichnet das AMS Niederösterreich mit 557 um 182 mehr gemeldete offene Lehrstellen als im Jänner des Vorjahres (+48,5%).

Mistelbach ist ganz im NÖ-Trend:
Sehr erfreulich zeigt sich der Beginn des Jahres 2018 in Mistelbach. Der Bestand an Arbeitslosen konnte so mit einem Minus von 9,8% (311) auf 2.854 gesenkt werden. „Durch eine aktive Vermittlung und Förderangebote ist es uns gelungen auch bei den Älteren (50+) die Zahl der Arbeitssuchenden um sechs Personen zu reduzieren. Und bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 24 haben wir ein erfreuliches Minus von 23,1% an vorgemerkten Arbeitslosen im Jänner 2018“, so die Leiterin des AMS Mistelbach Marianne Bauer. Durch die gute Arbeit des Service für Unternehmen und die aktive Vermittlung der Mitarbeiter im Service für Arbeitssuchende, war es in den letzten Monaten verstärkt möglich, ältere Arbeitssuchende bei ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben zu unterstützen. Viele Unternehmen nehmen nicht nur die Fördermittel in Anspruch, sondern zählen auch auf die Erfahrung Älterer.

Bei den Jugendlichen wurden Betriebe unterstützt, damit junge Menschen die Möglichkeit bekommen, Praxis zu erwerben. „Durch das Wirtschaftswachstumswachstum sind die Betriebe immer interessierter, ihre Mitarbeiter selbst auszubilden. Dies bemerken wir beim Anstieg der gemeldeten Lehrstellen“, ergänzt Marianne Bauer.

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