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„Sextortion!“

Der Begriff Sextortion, eine Wortkombination aus „Sex“ und „Extortion“, umfasst kriminelle Handlungen im Internet, bei der Nutzerinnen und Nutzer dazu aufgefordert werden, Intimfotos zu verschicken oder in Videochats nackt zu posieren. Die Täter sind entweder Pädophile oder Verbrecher, die das Material heimlich aufzeichnen um dann vom Opfer Geld zu erpressen, indem sie mit der Veröffentlichung der Aufnahmen drohen.

In den letzten Wochen konnte ein enormer Anstieg von „Sextortion“-Fällen in Österreich  wahrgenommen werden. Es handelt sich dabei um eine organisierte Erpressung. Leider gelingt es immer mehr Tätern, ihre Opfer im Internet anzulocken. Zu Beginn waren vermehrt Männer betroffen, mittlerweile zählen auch sehr viele Mädchen und Frauen zu den Opfern. Studien belegen, dass es für viele Jugendliche normal sei, ihren Partnerinnen und Partnern Nacktaufnahmen zu schicken.

Vorgehen der Täter:
Es gibt zwei Anreize für die Täter. Eine Gruppe hat es auf pornographisches Material der Opfer abgesehen. Oft handelt es sich dabei um Pädophile, die mit Kindern Kontakt aufnehmen. Sie überreden diese sich vor der Kamera auszuziehen, ihnen erotische Fotos zu schicken oder sexuelle Handlungen vor der Kamera vorzunehmen. Die zweite Gruppe bringt die Opfer ebenfalls dazu die erwähnten Handlungen zu setzen, erpresst das Opfer aber im Anschluss mit den Fotos oder heimlich angefertigten Mitschnitten und verlangen Geld dafür, dass sie das Material nicht veröffentlichen. Aus Scham zahlen die Opfer dann das Lösegeld.

Basierend auf den Zahlen einer amerikanischen  Studie geht hervor, dass von weiblichen Opfer meist weitere Nacktfotos und von männlichen Opfern meist Lösegeld gefordert werden. Ein relativ neuer Trend im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch über das Medium Internet ist, dass die Täter versuchen die Kinder dazu zu bringen andere Kinder, wie Geschwister oder Spielkameraden, vor die Kamera zu bekommen oder ihnen Aufnahmen der anderen zu schicken.

Strafrechtliche Relevanz:
Grundsätzlich erfüllen die Täter den Tatbestand der Erpressung. Sobald Kinder im Spiel sind und diese dazu genötigt werden sich auszuziehen oder gar sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, kommt ein schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen nach dem Strafgesetzbuch hinzu.

Tipps der Kriminalpolizei:
o) Die Täter geben sich in der Regel als junge, außergewöhnlich attraktive Personen aus. Im Profil finden
    sich, außer gut in Szene gesetzten Fotos, kaum persönliche Informationen. Häufig sind die Täter
    Mitglieder einschlägiger Foren wie Dating-, Erotik- oder Partnerforen.
o) Besondere Vorsicht ist geboten, wenn fremde Personen in den sozialen Netzwerken Kontakt her-
    stellen bzw. einen Flirt starten.
o) Erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten, wenn der Chatpartner schon nach kurzer Zeit zum Wechsel auf
    alternative Kanäle, wie Skype oder WhatsApp, einlädt.
o) Der Chat ist sofort zu beenden, wenn sich das Gegenüber vor der Webcam entkleidet und/oder zu
    sexuellen Handlungen auffordert.
o) Zahlen Sie keine Lösegeldforderungen.
o) Speichern Sie die Nachrichten und Screenshots und nehmen Sie sie zur Polizei mit.

Parken ohne Kennzeichen

Kraftfahrzeuge dürfen nur auf öffentlichem Grund verwendet werden, wenn gültige Kennzeichen angebracht sind. Ausnahmen gibt es selten.

Dann und wann werden einem Kraftfahrzeug wegen mangelnder Verkehrssicherheit die Kennzeichen abgenommen, z.B. wegen abgefahrener Reifen. Kraftfahrzeuge dürfen aber bekanntlich nur auf öffentlichem Grund verwendet werden, wenn gültige Kennzeichen angebracht sind. Und unter Verwendung eines Kraftfahrzeuges ist nicht nur das Lenken, sondern auch das Abstellen und Parken gemeint.

Kennzeichenabnahme durch Exekutive ohne Kenntnisnahme des Kfz-Halters oder Lenkers:
Wenn es zu einer Kennzeichenabnahme durch die Exekutive kommt, wird dies dem (nicht anwesenden) Kfz-Halter oder Lenker mittels einer an der Windschutzscheibe hinterlegten schriftlichen Verständigung zur Kenntnis gebracht. Der Lenker oder Zulassungsbesitzer ist dann verpflichtet, die unverzügliche Entfernung des Fahrzeuges zu veranlassen.

Rechtswidrig: Anbringen von Pappendeckel-Kennzeichen
Besitzer von Wechselkennzeichen stellen gerne den Zweitwagen ohne gültiges Kennzeichen auf öffentlichen Verkehrsflächen ab. Ein Verkehrsteilnehmer mit einer solchen Wechselkennzeichen-Berechtigung war tatsächlich felsenfest davon überzeugt, durch das Anbringen von Pappendeckel-Kennzeichen im Zweitwagen jedenfalls erlaubterweise sein Auto geparkt zu haben. Das Fahrzeug wurde daraufhin abgeschleppt.

Das Gesetz ist eindeutig: Der bloße Umstand, dass ein Fahrzeug ohne gültiges Kennzeichen auf einer öffentlichen Verkehrsfläche abgestellt wird, lässt bereits die Entfernung durch die zuständige Behörde zu.

Ausnahmebewilligung für Zweitauto:
Besteht Bedarf am Abstellen eines Kfz auf einer Straße mit öffentlichem Verkehr, wie das oft im Zusammenhang mit Wechselkennzeichen der Fall ist, kann die Bewilligung dafür bei der betreffenden Behörde beantragt werden. Wegen der fast überall herrschenden Parkplatznot werden aber solche Ansuchen nur selten bewilligt. Zuständig für derartige Anträge ist die Gemeinde.

Kein Zutritt: So sichern Sie Ihr Zuhause!

Die Sommerferien rücken schön langsam näher, der nächste Urlaub kommt bestimmt. Wer liebt es nicht, dann und wann die Koffer zu packen und dem Alltag für ein paar Wochen Lebewohl zu sagen. So schön (und notwendig) so ein Tapetenwechsel bisweilen auch ist, einen bitteren Wermutstropfen gibt es leider immer: Wer seine Wohnung/sein Haus länger unbeaufsichtigt lässt, muss befürchten, dass in der Zwischenzeit Besuch von äußerst ungebetenen Gästen droht.

Wie kann man sich schützen?
Wenn es um Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Einbruchsdiebstählen ins eigene Wohnreich geht, gibt es eine einhellige Meinung: Wirksamen Schutz vor Einbrüchen erreicht man durch eine ausgewogene Mischung aus mechanischen und technischen Maßnahmen. Eine hochmoderne Alarmanlage allein ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Eine massive Sicherheitstür ist wichtig - doch auch damit ist noch nicht alles getan.

Zehn Tipps für mehr Sicherheit - Urlaubscheckliste für Haus und Wohnung
1. Quillt der Briefkasten während Ihrer Abwesenheit vor Post über?
Ihr Briefkasten sollte regelmäßig geleert werden. Das Zeitungsabonnement können Sie bei den meisten Verlagen für die Urlaubszeit abbestellen. Die regelmäßige Leerung arrangieren.

2. Sind die Rollläden permanent heruntergezogen?
Lassen Sie diese über eine Zeitschaltuhr oder von einem Angehörigen/Nachbarn regelmäßig auf- und zufahren. Falls Ihr Haus beobachtet wird, erweckt dies den Eindruck, dass das Haus bewohnt ist.

3. Sind Fenster und Terrassentüren den ganzen Tag verschlossen?
Auch hier gilt: Lassen Sie einen Vertrauten ab und zu lüften – ganz nebenbei hat dies den Nebeneffekt, dass nach Ihrem Urlaub frische Luft auf Sie wartet.

4. Wuchert der Garten während der Abwesenheit vor sich hin?
Sorgen Sie dafür, dass zumindest alle zwei Wochen der Rasen gemäht und grobes Unkraut entfernt wird.

5. Ist das Haus zu keiner Zeit – weder innen noch außen – beleuchtet?
Hier schaffen Zeitschaltuhren oder Sensoren, die auf Lichtstärke reagieren, Abhilfe. Sie sollten jedoch Ihre Umgebung informieren, zu welchen Zeiten Lampen oder Radio automatisch angehen – so lösen sie keinen falschen Alarm aus!

6. Stehen Ihre Mülltonnen nie/permanent zur Leerung auf der Straße?
Spendieren Sie Ihrem Nachbarn Platz in Ihrer Mülltonne. Vielleicht hat er noch Dinge, die er aussortieren wollte.

7. Verweist Ihr Anrufbeantworter auf den Urlaub?
Ein Anruf genügt und schon wissen die Täter, wie viel Zeit bleibt.

8. Ist für den Postboten auf dem Briefkasten ein Verweis an den Nachbarn?

Auch das sollten Sie vermeiden. Der Briefträger wird sowieso nebenan fragen, ob dort jemand das Paket entgegennimmt. Schreiben Sie die Einladung zum Einbruch nicht auf den Briefkasten.

9. Haben Sie möglicherweise übersehen, alle Zusatzsicherungen extra zu verriegeln?
Die besten Zusatzsicherungen nutzen nichts, wenn sie nicht genutzt werden!

10. Sind Ihre wertvollen Gegenstände/Daten ungesichert in einfachen Schränken gelagert?
Besonders wertvolle Gegenstände sollten Sie während Ihrer Abwesenheit in einem Bankschließfach aufbewahren und zusätzlich fotografieren. Sollte doch etwas passieren, haben Sie so den direkten Nachweis für die Versicherung.

Fahrradsicherheit

Österreich hat sich in den letzten Jahren zu einem Volk der Radfahrer entwickelt. Wenn wir uns auch bei weitem nicht mit den Holländern vergleichen können, ist es doch so, dass es immer mehr Radler gibt. Bei Fahrten auf öffentlichen Verkehrsflächen sind die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu beachten. Ärgernisse zwischen Auto- und Radfahrern entstehen häufig, weil sie die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen nicht genau kennen. Gegenseitige Rücksichtnahme hilft, derartige Konflikte zu vermeiden. Wissen um die wichtigsten Verkehrsregeln für Radfahrer auch.

Vorschriften, Regeln und rechtliche Grundlagen:
Persönliche Voraussetzungen für Radfahrer:
o) Alkohollimit. 0,8 Promille
o) Kinder dürfen grundsätzlich nur unter Aufsicht einer Begleitperson (Mindestalter 16 Jahre) Rad
    fahren.
o) Alleinfahren ab dem 12. Lebensjahr, mit Fahrradausweis ab dem 10. Lebensjahr

Wo darf (nicht) gefahren werden?
Folgende Verkehrsflächen dürfen (bzw. müssen) mit allen Fahrrädern befahren werden:
o) Fahrbahn, außer bei Vorhandensein einer Radfahranlage. Ausnahme von der Benützungspflicht gilt
    bei spezieller Verordnung und weiterhin für Trainingsfahrten mit Rennrädern.
o) Auf speziell als solche gekennzeichneten Fahrradstraßen ist jeder Fahrzeugverkehr, außer dem
    Fahrradverkehr, verboten. Es darf nebeneinander gefahren werden, doch gilt eine
    Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
o) Gegen die Einbahn nur, wenn diese Erlaubnis gesondert beschildert wurde.
o) Radweg
o) Radfahrstreifen
o) Geh- und Radweg
o) Radfahrerüberfahrt
o) Wohnstraßen, auch ohne Beschilderung gegen die Einbahn, aber nur mit Schrittgeschwindigkeit
o) Fußgängerzonen nur dann, wenn dies durch Beschilderung ausdrücklich erlaubt wird
    (Schrittgeschwindigkeit).
o) Begegnungszonen

Fahrverbote für Fahrräder:
Bei entsprechender Kennzeichnung
o) Gehsteig, (außer zum Queren im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz) (Ausnahme
    Kinderfahrrad unter Begleitung)
o) Gehweg und auf dem für Fußgänger bestimmten Teil eines (getrennten) Geh- und Radweges
o) Autobahn und Autostraße
o) Schutzweg

Vorrang:
Beschilderungen mit „Dreieck“ oder Stopptafel gelten auch für Radfahrer!

Bei Radfahrerüberfahrten gelten besondere Regeln:
o) Tempolimit bei ungeregelten Radfahrerüberfahrten: maximale Annäherungsgeschwindigkeit
    von 10 km/h.
o) Vorrang gegenüber rechts und links, solange sich der Radfahrer auf der Radfahrerüberfahrt befindet.
o) Wartepflicht, wenn ein Radfahrer eine Radfahranlage verlässt oder diese endet.
o) Wenn weder eine Beschilderung noch eine Bodenmarkierung einer Radfahranlage vorhanden ist,
    gelten die üblichen Vorrangregeln, also z.B. der Rechtsvorrang.

Telefonieren auf dem Fahrrad nur noch mit Freisprecheinrichtung!
Telefonieren, mailen und SMSen und Radfahren vertragen sich nicht gut. Daher ist das auch verboten. Ausnahme: Telefonieren mit Freisprecheinrichtung. Bei Verstoß droht eine Strafe von 50 Euro bis 72 Euro.

Nähere Informationen:
Internet: www.help.gv.at

Schutz vor Gewinnversprechen

Bei den Benachrichtigungen über einen angeblichen Lotteriegewinn handelt es sich um die Vorbereitungshandlung zu einem Online-Betrugsversuch. Derartige E-Mails sind stark im Umlauf und werden als Massen-Emails, sogenannte Spam, versendet.

Zur Vorgehensweise der Täter:
In einem E-Mail wird dem Empfänger eine Gewinnbenachrichtigung zugesendet mit dem Ziel das vermeintliche Opfer davon zu überzeugen, einen Gewinn in Millionenhöhe oder in der Höhe von mehreren hunderttausenden Euro gemacht zu haben. Die Täter liefern den Opfern äußerst gute Argumente über den Wahrheitsgehalt der Mitteilung. Diese Gewinnversprechen sollen das Opfer aber nur dazu verleiten einerseits auf die übersendete Gewinnverständigung bzw. Gewinnbenachrichtigung zu reagieren und andererseits vorab für die Auszahlung des vermeintlichen Gewinnes in Vorleistung zu treten und Geldsummen per Money-Transfer-Dienste zu überweisen.

Die Zustellung derartiger E-Mails betrifft einen Graubereich im Strafrecht und ist als Vorbereitungshandlung zu einem Betrugsversuch zu bewerten. Derartige Vorbereitungshandlungen sind noch straflos, da zu diesem Zeitpunkt keine direkte Gefährdung für das Vermögen besteht und keine unmittelbare Handlung für die Abwehr eines Schadens erforderlich ist.

Die Polizei gibt Ihnen daher folgende Tipps:
Seien Sie generell und besonders bei Ihnen unbekannten Absendern vorsichtig, wenn Sie Zuschriften per E-Mail erhalten. Ihr E-Mail-Postfach ist wie ein herkömmlicher Postkasten, in den alle Briefe zugestellt werden können.

Prüfen Sie die Zuschriften auf Plausibilität und Wahrheitsgehalt. Überlegen Sie, ob es realistisch erscheint, dass Sie in einem Gewinnspiel etwas gewinnen, an dem Sie gar nicht teilgenommen haben! Lassen Sie sich nicht von der angeführten Gewinnhöhe oder plötzlichem unerwartetem Reichtum blenden.

Reagieren Sie nie auf derartige E-Mails und Schreiben. Keinesfalls sollten Sie persönliche Dokumente, Bankverbindungen und sonstige Daten bekannt geben, da mit diesen Daten weitere Betrugshandlungen gesetzt werden können.

Löschen Sie derartige Zusendungen sofort aus Ihrem Postfach oder SPAM-Ordner.

Tipps für soziale Netzwerke

Bei den Themen Internet, sozialen Netzwerken und Nachrichtendiensten kennen sich Jugendliche häufig besser aus als ihre Eltern. Das heißt aber nicht, dass sie in diesen Medien auch sicher unterwegs sind und immer wissen, wie sie sich verhalten sollen.

Worauf Jugendliche und Eltern achten sollten:
Für Jugendliche und ihr soziales Leben sind Internet und Netzwerkplattformen unentbehrlich geworden. Fast jeder in Österreich nutzt in irgendeiner Form das Internet. Einerseits, um Informationen zu erhalten oder anderseits, um Kontakte zu pflegen. Der Umgang mit diesen Medien erfolgt leider immer noch viel zu sorglos. Private Daten, wie z.B. Telefonnummern, Wohnadressen, werden in Profilen gespeichert und machen es damit den Tätern leicht, potenzielle Opfer für diverse Straftaten zu finden. Durch die Angabe dieser Informationen setzten sich die Kinder und Jugendlichen aber auch der Gefahr aus, leichte Beute für Online-Belästigungen, Cyber-Mobbing oder Grooming zu werden. Verbieten Sie nicht die Verwendung der neuen Medien, sondern zeigen Sie Interesse für den Umgang mit diesen. Wie in vielen anderen Bereichen sind Information und Aufklärung ein sehr gutes Mittel, um den Gefahren im Internet aus dem Weg zu gehen.

Wer garantiert für Sicherheit?
Wie sicher sind soziale Netzwerke? Und sollte ich meinem Kind Facebook erlauben? Diese oder ähnliche Fragen werden häufig von Eltern gestellt. Leider gibt es auf diese Frage keine einfache Antwort. Ob ein Kind für soziale Netzwerke „bereit“ ist, hängt von seinem Grad der Reife ab – und davon, wie die Eltern ihre Kinder auf die Welt der sozialen Netzwerke vorbereitet haben. Soziale Netzwerke sind erst für Kinder ab 13 Jahre geeignet. Was nicht bedeutet, dass es nicht schon davor genutzt wird. Denn viele Jugendliche besuchen die sozialen Netzwerke ihrer älteren Freunde oder Geschwister oder geben ein falsches Alter an, um einfach dabei zu sein. Wichtig ist es, die Kinder über soziale Netzwerke zu informieren bzw. sie darauf vorbereiten.

Tipps und Empfehlungen für Kinder und Jugendliche:
o) Schütze deine Privatsphäre: Achte darauf, welche Informationen Du über Dich ins Internet stellst.
    Poste keine Bilder oder Texte, die später einmal gegen Dich verwendet werden könnten.
    Veröffentliche keine persönlichen Daten wie Namen, Adresse, Handynummer, Passwörter etc.
    Verwende die Einstellungen zur „Privatsphäre“, damit Fremde nichts über Dich erfahren können.
o) Erotische Bilder – Sexting: Durch das Veröffentlichen oder Versenden von erotischen Fotos setzt Du
    Dich der Gefahr für Mobbing, Erpressung und gar von sexuellem Missbrauch aus! Überlege gut,
    welche Bilder Du von Dir veröffentlichst.
o) Sei misstrauisch: Viele Behauptungen, die auf sozialen Plattformen gepostet werden, sind nicht wahr.
    Oft ist nicht klar, woher die Infos stammen. Du weißt nie, ob jemand wirklich der ist, für den er sich
    ausgibt.
o) Urheberrechte beachten: Das Anbieten und Weiterverwenden (z.B. in Blogs, Profilen) von Musik,
    Videos, Bildern und Software ist – ohne Einwilligung der Urheber – verboten. Mehrere Tausend Euro
    Strafe können die Folge sein. Eine Ausnahme sind Werke, die unter einer Creative Commens-Lizenz
    stehen. Wenn Du Textteile anderer Autoren verwendest, führe immer eine Quellenangabe an.
o) Das Recht am eigenen Bild: Es ist nicht erlaubt, Fotos oder Videos, die andere zu ihren Nachteil
    darstellen, zu veröffentlichen. Frag zur Sicherheit die betroffenen Personen vorher, ob sie mit der
    Veröffentlichung einverstanden sind.
o) Vorsicht bei Gratisangeboten: Kostenlos ist selten etwas. Sei besonders misstrauisch, wenn Du Dich
    mit Namen und Adresse registrieren musst.
o) Hol dir Rat bei Erwachsenen: Wenn Dir etwas merkwürdig vorkommt, dann sprich darüber mit
    Erwachsenen, denen du vertraust. Auf merkwürdige oder bedrohliche Nachrichten nicht antworten.

Tipps und Empfehlungen für Eltern:
o) Sicherheitsregeln vermitteln: Kinder und Jugendliche sollen darauf vorbereitet werden, dass der
    Gesprächspartner im Internet oft nicht der ist, für den er sich ausgibt. Sie sollen daher auch
    niemanden als Freund akzeptieren, den sie in der realen Welt nicht kennen. So sollen auch Kenn-
    oder Passwörter in Netzwerken nicht weitergegeben werden, auch nicht an Freunde. Das gilt auch
    für persönliche Informationen, wie Anschrift, Telefonnummer oder Urlaubspläne.
o) Sexting – Das Veröffentlichen von erotischen Fotos: Immer wieder werden Jugendliche durch das
    Veröffentlichen von erotischen sexy Fotos bzw. das Versenden über Nachrichtendiensten, Opfer von
    sexuellem Missbrauch, Mobbing oder Erpressung. Erklären Sie ihren Kindern, dass das Veröffentlichen
    von Fotos negative Auswirkungen auf das weitere Leben haben kann.
o) Wissen, was ihr Kind tut: Eltern sollten die sozialen Netzwerke und Chat-Räume, in denen sich Kinder
    und Jugendliche bewegen, kennen. Zeigen Sie Interesse an ihren Chat-Aktivitäten, daran was Sie
    fasziniert und mit wem Sie sich unterhalten. Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich diese neuen
    Medien von Ihren Kindern erklären.
o) Vereinbarungen treffen: Online in einem Profil auf einem sozialen Netzwerk zu sein, ist eine Form
    von Medienkonsum. Eltern sollten mit ihren Kindern altersgemäße Vereinbarungen treffen, wie lange
    sie wo und mit wem chatten dürfen. Die Zeit in Netzwerken darf Freundschaften im realen Leben
    nicht verdrängen oder ersetzen.
o) Anlaufstelle bieten: Kinder sollten jederzeit zu ihren Eltern, Freunden oder Bekannten kommen
    können, wenn sie Fragen haben oder online etwas passiert, das ihnen ein ungutes Gefühl gibt. Durch
    Ihr Interesse an diesen Aktivitäten erhalten Sie das Vertrauen, Ansprechpartner für derartige Fragen
    zu werden.
o) Werden Sie selbst Mitglied im Netzwerk: Selbst wenn Sie soziale Netzwerke nicht als soziales Medium
    nutzen möchten, sollten Sie sich registrieren und ein „Freund“ Ihres Kindes werden. Dann müssen Sie
    sich nicht in deren Profil einloggen, um zu sehen, was es veröffentlicht. Ihr Kind möchte nicht, dass
    Sie in seiner Freundesliste erscheinen? Schlagen Sie ihm vor, dass Sie sich eine Identität zulegen, aus
    der nicht sofort hervorgeht, dass Sie ein Elternteil sind. Auf diese Weise weiß Ihr Kind, dass Sie da
    sind – seine Freunde müssen dies jedoch nicht unbedingt erfahren. Außerdem zeigt es Ihrem Kind,
    dass die angeführte Identität nicht immer richtig sein muss.
o) Soziale Netzwerke sollten nicht verteufelt werden. Es kann Ihrem Kind sogar helfen, Freundschaften
    zu pflegen, mit Verwandten in Kontakt zu bleiben und das, was ihm wichtig ist, mit Freunden und
    Familienmitgliedern zu teilen. Die Aufgabe der Eltern ist es, dafür zu sorgen, dass es diese sozialen
    Netzwerke sicher nutzen kann.

Ablenkung am Steuer

E-Mails checken, Textnachrichten verschicken, Musik hören, telefonieren – beinahe selbstverständlich werden oft mehrere Dinge gleichzeitig erledigt, während wir uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto im Straßenverkehr bewegen. Nicht ohne Risiko: Jede Ablenkung im Straßenverkehr erhöht das Risiko eines Verkehrsunfalles. Auch wenn es „nur ein paar Sekunden“ dauert, legt man mit einem Fahrzeug, Fahrrad oder zu Fuß eine gewisse Wegstrecke zurück, ohne dabei das Geschehen auf und neben der Straße wahrzunehmen. Ablenkung am Steuer verlängert außerdem die Reaktionszeit und man gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ablenkung bzw. Multitasking gilt mittlerweile als Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Beobachtungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit haben dazu interessante Ergebnisse geliefert:

F
ußgänger:
Während sich essende oder rauchende Fußgänger ähnlich nicht abgelenkten Fußgängern verhalten, zeigen Telefonierende dreimal so häufig falsches Verhalten beim Überqueren von Straßen, am Handy Tippende sogar nahezu viermal so oft. Sie nutzen häufiger als nicht abgelenkte Personen die vorhandenen Schutzwege nicht, überqueren häufiger bei roten Ampeln die Straße oder achten weniger auf den Verkehr.

Radfahrer:
Mittlerweile sollte bekannt sein, dass auch beim Radfahren das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung gesetzlich verboten ist. In den vergangenen Jahren war bei fast 37% der verletzten oder getöteten Radfahrer Ablenkung oder Unachtsamkeit die Hauptunfallursache. Sie waren häufiger mit höherer Geschwindigkeit unterwegs als nicht abgelenkte Radfahrer, sie fuhren öfter auf nicht für sie vorgesehenen Flächen oder wechselten die Fahrtrichtung ohne Ankündigung durch Handzeichen.

Autofahrer:
Besonders gefährlich ist Ablenkung beim Autofahren. Unachtsamkeit als Hauptunfallursache ist bei annähernd gleichbleibender Tendenz in den letzten Jahren für etwa 31% der verletzten und 27% der getöteten PKW-Insassen verantwortlich. Vor allem junge Lenker sind während des Fahrens häufig abgelenkt, wobei dies beim Lesen noch deutlicher zu beobachten war als beim Tippen. So nimmt die Hälfte Anrufe entgegen, davon 37% ohne Freisprecheinrichtung, und jeder Dritte ruft auch aktiv aus dem Fahrzeug an. Festzustellen ist zudem, dass junge Lenker das Mobiltelefon während der Autofahrt vermehrt verwenden, um SMS zu lesen (32%), zu schreiben (25%) oder diverse Messenger-Dienste zu nutzen (24%).

Empfehlungen:
Da bei manchen Verkehrsteilnehmern das Bewusstsein für die Gefahren durch Ablenkung fehlt, von anderen jedoch die Gefahr durch Ablenkung sogar bewusst eingegangen wird, setzt die Exekutive auf Information und eine verstärkte Überwachung des Handyverbots (Verwendung ohne Freisprecheinrichtung). Es können empfindliche Strafen drohen und bei Probeführerscheinbesitzern führt eine Missachtung des Handyverbots zusätzlich zu einer Verlängerung der Probezeit.

Betrugsformen im Internet

Vermeintliche „Gratis“-Angebote, Phishing-Emails, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, Notfall-E-Mails usw. Die Gefahren lauern in Sozialen Netzwerken, bei harmlosen Downloads und E-Mail-Anhängen oder auf Internetseiten mit selbst aktivierenden Inhalten. Und zwar immer dann, wenn Unwissenheit oder Sicherheitslücken mit im Spiel sind. Die angeführten Inhalte geben einen aktuellen Überblick und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Täter variieren ihre Vorgehensweisen laufend.

Notfall- oder Bettel-E-Mail:
Die sogenannten „Notfalls- oder Bettel-E-Mails“ werden besonders zur Urlaubszeit in Umlauf gebracht. Internetbetrüger versuchen so vermeintlichen Freunden und Bekannten Geld herauszulocken.

Notfall-E-Mail:
Zur Vorgangsweise der Täter:
Der Täter verschafft sich widerrechtlichen Zugang zu einem E-Mail-Account und versendet in dessen Namen dann sogenannte Notfall-E-Mails an die Kontakte im Adressverzeichnis. In der Email selbst wird vorgegeben, dass man sich in einer Notlage im Ausland befindet und dringend Geld für die von den Behörden zu genehmigenden Rückreise und die Bezahlung des Hotels benötige. Die Zahlung soll dann über Geld-Transfer-Dienste wie zum Beispiel Western Union erfolgen. Hier ist eine Nachvollziehbarkeit schwierig bis unmöglich, die Behebung selbst geschieht zumeist unter Vorlage von gefälschten Ausweisdokumenten.

Tipps:
o) Informieren Sie Ihre Kontakte von dem Vorfall, damit diese auf die E-Mails nicht reagieren und
    keine Zahlungen tätigen.
o) Nehmen Sie mit dem E-Mail-Dienstanbieter Kontakt auf und informieren Sie ihn darüber, dass auf
    Ihren E-Mail-Account widerrechtlich zugegriffen wird. Der Anbieter kann die Einstellungen
    zurücksetzen und so den Account wieder für Sie erlangen.
o) Beachten Sie, dass oftmals analog zum „übernommenen“ E-Mail-Account ein gleichlautender
    E-Mail-Account bei einem anderen E-Mail-Anbieter besteht, der zusätzlich zur Verschleierung
    beiträgt. Es erscheint sinnvoll, auch diesen Dienstanbieter von dem Vorfall sowie dem nur für
    Betrugszwecke erstellten Account zu informieren und um die Löschung oder Sperre desselben zu
    ersuchen.

Bettel-E-Mail:
Zur Vorgangsweise der Täter:
Der Täter versucht die tatsächliche Identität eines Unbeteiligten für seine Betrugszwecke auszunutzen. Dabei werden gleiche Namen und widerrechtlich kopierte Fotos verwendet. Es gibt einen gleichlautenden E-Mail-Account bei einem anderen Anbieter und es werden die Kontakte des Unbeteiligten als mögliche Opfer verwendet. „Ich muss dringend etwas kaufen, habe aber meinen Pin vergessen...“ So oder ähnlich beginnen die meisten der dieser E-Mail-Betrugsversuche, in denen man in weiterer Folge gebeten wird via online-Banking oder bei Tankstellen und Trafiken elektronisches Geld z.B. in Form von Paysafe-Karten zu erwerben und anschließend die Nummern zu übermitteln.

Die Umstände und Varianten in beiden Betrugsfällen sind vielfach und ändern sich nach Täter(-gruppen) fast täglich. Die genannten Beispiele sind daher plakativ, sollen jedoch im Ansatz den Ablauf der Betrugsmasche darstellen und Sie sensibilisieren. Freunde und Bekannte fragen üblicherweise nicht per Mail oder Facebook nach Geld, auch nicht in der Not! Das Bundeskriminalamt empfiehlt generell:

o) Verwenden Sie sichere Passwörter mit entsprechender Länge, Groß-, Klein-Schreibung und
    Sonderzeichen, damit die Täter weder E-Mail- noch social media-Accounts hacken können!
o) Geben Sie keine Passwörter oder Zugangsdaten zu Ihren Accounts bekannt, ändern Sie die
    Zugangsdaten regelmäßig und vergeben dabei komplexe Passwörter.
o) Überweisen Sie niemals Geldbeträge ohne Gegencheck: Versuchen Sie die betroffene Person
    persönlich zu erreichen!
o) Überweisen Sie Geld mittels Transferdiensten nur nach eingehender Überprüfung und persönlichem
    Kontakt mit dem Empfänger!
o) Warnen Sie weitere, möglicherweise direkt betroffene Kontakte und sensibilisieren Sie diese!
o) Ist bereits ein Schaden eingetreten, erstatten Sie auf der nächsten Polizeiinspektion eine Anzeige!

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite der Watchlist-Internet (www.watchlistinternet.at/), in der nächsten Polizeiinspektion, auf der Homepage des Bundeskriminalamts (www.bmi.gv.at/praevention) und auch per BMI-Sicherheits-App. Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen kostenlos und österreichweit unter der Tel. 059133 zur Verfügung.

Präventionstipps „Gemeinsam. Sicher“ in Mistelbach“

Einerseits ereigneten sich bereits im Frühjahr 2017 im gesamten Bundesland Niederösterreich wiederholt Einbruchsdiebstähle in Vereins- bzw. Clubhäuser, wobei dort befindliche Rasenmähertraktoren, teilweise teure Elektrogeräte und Werkzeuge, gestohlen wurden. Die Täter konnten ausgeforscht und zur Verantwortung gezogen werden. Seit Mitte August 2017 häufen sich aber wieder derartige Delikte in den Bundesländern Burgenland und Niederösterreich. Ein derartiger Einbruchsdiebstahl ereignete sich auch auf einer Sportanlage im ho. Überwachungsgebiet, wobei der Gesamtschaden ca. 30.000 Euro betrug. Die Vereinsverantwortlichen werden daher gebeten vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Vereinstätigkeiten überwiegend ruhen, die Clubhäuser entsprechend abzusichern und teure Arbeitsgeräte und dergleichen an gesicherten Orten aufzubewahren.

Die zweite Deliktsform, die regelmäßig für Ärger bei der Bevölkerung sorgt, ist der Fahrraddiebstahl. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es in der letzten Zeit zu einem geänderten Täterverhalten gekommen ist. Mittlerweile werden von Fahrraddieben nicht mehr ausschließlich die Bahnhöfe aufgesucht, wo in der Regel eher in die Jahre gekommene Räder abgestellt werden, sondern es wird gezielt nach wertvollen Rädern (auch E-Bikes) gesucht.

Die Bewohner werden daher gebeten, die wertvollen Räder über Nacht im Freien vor dem Haus abzustellen. Auch ein Abstellen auf eingezäunten Grundstücken oder unter einem Carport ist kein geeigneter Schutz vor Diebstahl. Wertvolle Räder sollen entweder in Wohnobjekten versperrt oder so abgestellt werden, dass sie von „zufällig“ Vorbeigehenden nicht sofort gesehen werden können.

Wenn man diese einfachen Tipps berücksichtigt, kann man sich vor bösen Überraschungen schützen. Das Bezirkspolizeikommando Mistelbach steht unter der Telefonnummer 059133-3260-305 für weitere Sicherheitstipps oder Präventionsveranstaltungen gerne zur Verfügung.

Informationen für einen sicheren Weg zur Schule

Kinder zählen auch in der Bezirkshauptstadt Mistelbach zu den am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Vor allem der tägliche Weg in die Schule birgt für die Kleinsten zahlreiche Risiken. Sie sind für Autofahrer oft nicht sofort sichtbar und können erst ab etwa dem 9. Lebensjahr Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig abschätzen. Das Sichtfeld ist erst ab dem 12. Lebensjahr voll entwickelt, weshalb vorher das seitliche Herannahen von Autos nur begrenzt wahrgenommen werden kann. Wichtige Fähigkeiten, um sich einigermaßen sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Aber: All das kann Ihr Kind durch Übungen erlernen. Deshalb sollten Sie den Schulweg noch vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihm trainieren. Stellen Sie für Ihr Kind klare Regeln auf: Nicht zu nah am Fahrbahnrand stehen und nicht zwischen geparkten Autos heraus die Straße betreten. Erklären Sie ihm, warum – im Gegensatz zum Fahrzeuglenker – nur der Fußgänger sofort stehen bleiben kann und wie wichtig es daher ist, besonders bei Schlechtwetter nie zu knapp vor herankommenden Fahrzeugen auf den Zebrastreifen oder die Straße zu steigen. Rot heißt STOPP, und zwar immer. Sagen sie Ihrem Kind, dass es im Straßenverkehr aufmerksam sein muss und nicht mit dem Handy hantieren soll.

Kinder sind schon allein aufgrund ihrer Körpergröße für andere Verkehrsteilnehmer nicht so gut erkennbar. Herrscht zudem noch schlechte Witterung, Dämmerung oder Dunkelheit, werden sie noch schwerer wahrgenommen. Viele Schultaschen und manche Rucksäcke weisen bereits reflektierendes Material auf. Ideal ist es, zusätzlich Kleidung, Schuhe, Helme und Hauben mit reflektierenden Produkten auszurüsten.

Gefährliche Stellen sollten gesondert geübt oder besprochen werden. Außerdem ist es sinnvoll, unvorhergesehene Situationen zu besprechen, z B. das Ausfallen einer Ampel. Drehen Sie zur Sicherheit die Rollen um und lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen sowie den Weg und Gefahrenstellen erklären.

Wenn Ihr Kind öffentliche Verkehrsmittel am Schulweg benutzen kann, üben sie auch hier schon vor Schulbeginn das richtige Verhalten: An Haltestellen nicht drängen und Unfug treiben, nach dem Aussteigen warten bis der Bus weggefahren ist, nach links und rechts schauen und, wenn kein Fahrzeug kommt, die Straße überqueren.

Der alltägliche Straßenverkehr stellt hohe Ansprüche an alle Verkehrsteilnehmer: Kenntnisse der allgemeinen Verkehrsregeln, ständige Aufmerksamkeit und vorausschauendes Denken wird von uns allen erwartet.

Sicher in die Fahrradsaison

Der Frühling ist angekommen und viele Menschen steigen auf das Fahrrad als Transportmittel um. Das Fahrrad ist aber auch für Kriminelle ein begehrter Gegenstand. Beachten Sie die Empfehlungen der Kriminalprävention und starten Sie sicher in die Fahrradsaison.

Der Fahrradverkehr gewinnt an Bedeutung. Fahrrad fahren ist relativ billig und gesund, es entlastet stark befahrene Verkehrsrouten und ist in der Stadt ist eines der schnellsten Verkehrsmittel. Sie stehen nicht im Stau, brauchen nur wenig Abstellplatz und sind von Fahrplänen unabhängig. Der Markt hat sich angepasst und bietet Fahrräder für alle Ansprüche. Vom teuren Rennrad mit Karbonrahmen bis hin zum praktischen E-Bike ist alles zu haben.

Um verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnehmen zu können achten Sie bitte auf eine geeignete Schutzausrüstung und an die Verkehrsregeln. Als Fahrradfahrer werden Sie leicht übersehen. Am Fahrrad sollten auch alle Ausrüstungsgegenstände gemäß der Fahrradverordnung angebracht sein. Im Fachhandel oder auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (http://www.bmvit.gv.at) erhalten sie diesbezüglich Informationen.

Die steigende Nachfrage bringt Kriminelle auf den Plan. Fahrraddiebe stehlen schlecht abgesicherte Räder und beachten dabei nicht einmal, wie alt oder wie wertvoll diese sind. Die Räder werden dann als „gebraucht“ wiederverkauft. So manches Opfer findet das eigene Fahrrad auf einschlägigen Internetplattformen zum Verkauf angeboten. Diebe machen sich die Unachtsamkeit vieler Fahrradbesitzer zunutze.

Im Falle eines Abhandenkommens des Rades sind Eckdaten wie Farbe, Marke, Modell, Rahmennummer, Material wertvolle Informationen, um einerseits ihren rechtmäßigen Besitz nachzuweisen und andererseits eine Anzeige zu erstatten. Denn selbst, wenn das Fahrrad wieder auftauchen sollte: wie beweisen Sie, dass es Ihres ist, wenn Sie weder Rechnung noch Kaufvertrag haben?

Empfehlung der Kriminalprävention für einen sicheren Start in die Fahrradsaison:
o) Fahrrädernach Möglichkeit stets in einem versperrten Raum abstellen.
o) Im Freien das Fahrrad mit Rahmen und Hinterrad an einem fix verankerten Gegenstand befestigen.
o) Das Fahrrad an frequentierten Plätzen abstellen, die bei Dunkelheit gut beleuchtet sind.
o) Das Fahrrad nicht immer am gleichen Platz abstellen.
o) Fahrräder am Autodach oder Fahrradträger am besten mit einem Spiralkabel am Rahmen, Vorder-
    und Hinterrad absperren.
o) Lassen Sie keine Wertgegenstände am Gepäckträger oder in den Gepäcktaschen zurück.
o) Werkzeug in der Satteltasche könnten Diebe zum Knacken der Sicherung verwenden.
o) Nehmen Sie teure Komponenten, wie den Fahrradcomputer ab, bevor es Diebe tun.

Die wirksamsten Schlösser:
o) Bügelschlösser sollten einen Rohrdurchmesser von mindestens 19 mm aufweisen und aus speziell
    gehärtetem Metall sein.
o) Kabelschlösser sollten mindestens 8 mm stark und durch gehärtete Stahlhülsen geschützt sein.
o) Zahlenschlösser sind nicht empfehlenswert.

Gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen passiert meist dort, wo man sich sicher und geborgen fühlen sollte – in den eigenen vier Wänden. Die Statistik belegt: Opfer von Gewalt in der Privatsphäre sind in den meisten Fällen Frauen, Kinder und ältere Menschen. Gewalt wird nicht nur körperlich, sondern oft auch in subtileren Formen psychisch ausgeübt.

Hier handelt es sich meist nicht um ein einzelnes Vorkommnis. Oft ist eine langwierige Entstehungsgeschichte hinter dem Vorfall, eine Gewaltspirale die sich über längere Zeit aufbaut. Ein Gefährder/Täter hat sozusagen oft eine „Gewaltkarriere“ hinter sich, somit auch kognitive Verhaltensweisen und Muster, welche lange Zeit gelernt und gelebt worden sind. Diese Verhaltensweisen und Strategien sind meist nicht von alleine zu stoppen, oft hilft hier nur adäquate Hilfe von außen durch professionelle Beratung und Betreuung durch Hilfseinrichtungen und Beratungsstellen. Entscheiden ist, dass es keine Rechtfertigung für Gewalt gibt, und ein sofortiges Handeln weitere Leiden unterbinden kann. Es gibt ein breites Angebot an Hilfs- und Beratungseinrichtungen, wo man auch kostenlos und anonym beraten wird, im Notfall jedoch immer die Polizei unter 133 rufen! Dies gilt für gefährdete Menschen aber genauso auch für Personen, welche jemanden kennen der davon betroffen ist!

Die Polizei hat unterschiedliche Instrumente und Maßnahmen, welche in solchen Situationen ergriffen werden.

Beim Betretungsverbot wird dem „Gefährder“ für 2 Wochen das Betreten der Wohnung untersagt. Sollten auch Kinder bedroht sein, kann dies auch auf Schule und Kindergarten ausgeweitet werden.

Von der Verhängung des Betretungsverbotes wird automatisch das lokale Gewaltschutzzentrum verständigt, welches mit dem Opfer automatisch Kontakt aufnimmt. Die Expertinnen und Experten in den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie und Rechtswissenschaften setzen sich mit dem Opfer individuell auseinander mit der Zielsetzung, das künftige Leben gewaltfrei gestalten zu können. Gleichzeitig besteht für die Polizei die Möglichkeit, den „Gefährder“ zu einem Gespräch betreffend Normverdeutlichung vorzuladen (Präventive Rechtsaufklärung), um diesem nach einer gewissen Abkühlphase das Unrecht seiner Tat(en) nochmalig und eindringlich näher zu bringen.

Sollte nach Ablauf der zwei Wochen noch weiterer Schutz erforderlich sein, kann am Bezirksgericht des Wohnortes eine einstweilige Verfügung vom Opfer beantragt werden. Mit dieser kann dem Opfer vor allem der weitere Verbleib in der vertrauten Wohnung – durch ein Betretungs- und Näherungsverbot für den Täter – ermöglicht werden, auch kann man dies im Bedarfsfall für Arbeitsplatz, Schule, etc. ausweiten. Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, steht dem Opfer psychosoziale und juristische Prozessbegleitung zu, welche im Vorfeld und währenddessen Unterstützung bietet.

Stalking

Seit 1.7.2006 ist Stalking (Beharrliche Verfolgung) ein gerichtlicher Tatbestand und mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr strafbar. Als „Stalker“ macht sich strafbar, wer eine Person beharrlich in einer Weise, die geeignet ist, sie in ihrer Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen, eine längere Zeit hindurch fortgesetzt verfolgt.

Indem sie
1. ihre räumliche Nähe aufsucht (z.B. Auflauern),
2. im Wege einer Telekommunikation oder unter Verwendung eines sonstigen Kommunikationsmittels oder über Dritte Kontakt zu ihr herstellt (z.B. per SMS oder E-Mail),
3. unter Verwendung ihrer personenbezogenen Daten Waren oder Dienstleistungen für sie bestellt (z.B. bei Versandhäusern) oder
4. unter Verwendung ihrer personenbezogenen Daten Dritte veranlasst, mit ihr Kontakt aufzunehmen (z.B. durch Kontaktanzeigen).

Empfehlung der Kriminalprävention:
o) Machen Sie dem Stalker, wenn möglich in Anwesenheit eines Zeugen, unmissverständlich und nur einmal klar, dass Sie keinen weiteren Kontakt mehr zu ihm wollen. Ignorieren Sie die Person dann konsequent!
o) Dokumentieren Sie alles was der Stalker unternimmt. Jede Kontaktaufnahme, Mitteilung und sichern Sie Beweise wie Briefe, SMS, E-Mail etc. Diese sind bei rechtlichen Schritten wichtig.
o) Informieren Sie ihr privates und berufliches Umfeld, dass Sie „gestalkt“ werden, damit Kontaktaufnahme des Stalkers über Ihren Bekanntenkreis (neue Telefonnummer, Adresse) nicht zum Erfolg führt.
o) Nehmen Sie keine Pakete oder Geschenke des Täters oder mit unbekanntem Absender entgegen.
o) Werden Sie mit dem Auto verfolgt, fahren Sie direkt zur nächsten Polizeidienststelle.
o) Alarmieren Sie in konkreten Bedrohungssituationen unbedingt die Polizei über den Notruf 059133.
o) Nutzen Sie die Möglichkeit einer Beratung bei spezialisierten Opferschutzeinrichtungen, wie zum Beispiel dem OPFER-NOTRUF unter der Telefonnummer 0800/112112.

Einstweilige Verfügung:
Zum Schutz vor weiteren Eingriffen in die Privatsphäre, besteht für Sie die Möglichkeit, auf dem gerichtlichen Weg (Zivilgericht), einen Antrag einzubringen, dass dem Stalker per „einstweiliger Verfügung“ z.B. untersagt wird, zu Ihnen persönlich, brieflich, telefonisch oder sonst Kontakt aufzunehmen, Sie zu verfolgen, sich an bestimmten Orten aufzuhalten oder Waren auf Ihren Namen zu bestellen. Diese Verfügung gilt maximal für ein Jahr und wird je nach betroffenem Schutzbereich und gerichtlicher Entscheidung durch gerichtliche Geld- bzw. Haftstrafen und zutreffendenfalls auch durch Polizeibeamte/Innen vollzogen.

Aktion des Innenministeriums: „Gemeinsam. Sicher“ - Sicherheit ist Vertrauenssache

Österreich zählt zu den sichersten Ländern, jedoch, Angst bestimmt zunehmend unser Leben: Sorge um den Job, Partner, die Familie, die Gesundheit, Pension udglm., all das führt dazu, dass sich die Österreicher trotz sinkender Kriminalität unsicherer fühlen. Hinzu kommt, dass die Menschen durch veränderte Arbeits- und Lebenswelten viel weniger miteinander reden, zugleich aber mit Informationen von Medien und sozialen Netzwerken überfordert werden, die sehr oft mit Gefühlen spielen.

Die Initiative „GEMEINSAM. SICHER“ hat den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinden und Polizei zum Ziel, um gemeinsam Lösungen zu suchen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, an der Gestaltung der öffentlichen Sicherheit in ihrem Lebensumfeld aktiv mitzuwirken sowie dadurch mittelbar das subjektive Sicherheitsgefühl zu heben.

Alle sicherheitsinteressierten Bürger/innen, aber auch Vereine, Schulen, Unternehmen, Politiker sollen als „Sicherheitspartner“ eingebunden werden, um leichter entstehende Probleme zu erkennen und partnerschaftliche Lösungen zu finden. „Sicherheitspartner“, die sich freiwillig bei der Polizei melden, erhalten zwar keinerlei zusätzliche Befugnisse, aber vermehrte Informationen, die dann an die Bevölkerung weitergegeben werden (Multiplikatoren).

Am Bezirkspolizeikommando Mistelbach wird es einen sogenannten „Sicherheitskoordinator“, (Abteilungsinspektor Dieter RATH) geben, welche die einlangenden Aufgaben mit den Polizisten/innen (Sicherheitsbeauftragten) in den Polizeiinspektionen koordiniert.

In regelmäßigen Abständen und bei Bedarf werden die „Sicherheitspartner“ über die aktuelle regionale Sicherheitslage und mögliche Präventionsmaßnahmen informiert. Die Bandbreite der Informationen/Anliegen kann von Lärmbelästigung über kaputte Laternen, aggressive Jugendliche im Park bis hin zur Angst vor Flüchtlingen oder gar Terroranschlägen reichen.

Sicherheit im modernen Verständnis ist nur durch enge Vernetzung aller Beteiligten zu gewährleisten. „GEMEINSAM. SICHER“ ist daher eine Maßnahme der zeitgemäßen Bürgerbeteiligung an sicherheitsrelevanten Themen.

Der Erfolg dieser Initiative ist daher von der Akzeptanz der Gemeinden, der Flexibilität der Polizei und der Kooperation mit den Bürgern abhängig.

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Die Polizei als größter Sicherheitsdienstleister in Österreich, braucht jedoch die Hilfe und Unterstützung der Bevölkerung, um ihre Arbeit bestmöglich zum Wohle aller zu erbringen.

Personen, die als „Sicherheitspartner“ ehrenamtlich einen Beitrag zur Sicherheit in ihrer Gemeinde leisten wollen, können sich jederzeit beim Bezirkspolizeikommando Mistelbach oder bei den Polizeiinspektionen melden.

Kontakt beim Bezirkspolizeikommando Mistelbach:
Tel.: 059133/3260-305
E-Mail: bpk-n-mistelbach@polizei.gv.at
Internet: www.gemeinsamsicher.at

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