Ein Straßenstück für die Ewigkeit

Sonntag, 31. Jänner, 14.00 Uhr: Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit von nur 37 Monaten ist die größte Baustelle Mitteleuropas abgeschlossen und für den Verkehr freigegeben: Die lang ersehnte Weinviertelautobahn A5 im ersten Abschnitt, dem südlichen Teil, von Wien bis Schrick sowie der Ring S1 West um die Bundeshauptstadt. In knapp eine halben Stunde ist man nun am Nordrand Wiens oder in Korneuburg, vor allem zur Freude der BerufspendlerInnen. Gesamtkosten des Projekts: Rund 800 Millionen Euro!

A5_Nordautobahn.jpg
Pressefoto zum Download (v.l.n.r.):
Foto zur Verfügung gestetellt
Landtagsabgeordneter Mag. Karl Wilfing
Hochtief-Managing Direktor Dipl.-Ing. Wilfried Rammler 
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
ASFINAG-Vorstand Dr. Klaus Schierhackl
 
Kein Name ist so untrennbar mit der Nordautobahn verbunden, die offiziell auch den Namen „Weinviertelautobahn“ trägt, wie jener von Landtagsabgeordneter Mag. Karl Wilfing. Als „Vater der A5“ kämpfte er jahrelang um den wichtigen Straßenabschnitt, dessen offizieller Eröffnungsfestakt am Freitag, dem 29. Jänner, im rund 2.450 Meter langen Tradenbergtunnel, dem längsten untertunnelten Abschnitt entlang der A5, stattfand. S1 Ost und S2 waren bereits im Oktober des vergangenen Jahres für den Verkehr freigegeben.
 
„Historischer Tag für die Region“
Während Verkehrsministerin Dr. Doris Bures gar nicht erst zur Eröffnung erschien, sprach Landesvater Dr. Erwin Pröll von einem „historischen Tag für die Region Weinviertel und das gesamte Land NÖ“. Denn aufatmen heißt es jetzt einerseits für PendlerInnen, die dank der Autobahnverbindung wertvolle Zeit gewinnen und für jene BewohnerInnen, die die massiven Verkehrsströme entlang der Brünnerstraße B7 jahrelang aushalten mussten. Standortqualität und wirtschaftliche Dynamik in der Region würden eine „unglaubliche Chance“ erhalten, für die Bevölkerung beginne dank großer Entlastung, mehr Verkehrssicherheit und einer massiven Steigerung der Lebensqualität eine „neue Zeitrechnung“, so Pröll.
 
Eckdaten zum „Projekt Ypsilon – PPP Ostregion“
Folgende Zahlen verdeutlichen die ungeheure Arbeitsleistung, die hinter dem 51 Kilometer langem Streckenabschnitt, der größten Baustelle Mitteleuropas, liegt: 1,5 Millionen Kubikmeter Beton, 390.000 Tonnen Asphalt und 10,3 Millionen Kubikmeter Erde, die bewegt wurden. 1.500 Personen errichten im Verlauf der vergangenen 37 Monate insgesamt vier unterschiedlich lange Tunnel, 14 Anschlussstellen, 18 Unterführungen, 76 Brücken und 81 Kilometer Lärmschutzwände entlang der videoüberwachten Hochleistungsstrecke. „Das Projekt Ypsilon“ ist eine öffentlich-private Partnerschaft (Public-Private-Partnership – PPP-Modell) zwischen ASFINAG und Bonaventura. Letztere plante, finanzierte und errichtete die Weinviertelautobahn und wird sie auch bis 2039 betreiben, dann geht sie in das Eigentum der ASFINAG über. Bis 2014, so hofft man, soll das „Projekt Ypsilon“ mit dem Ausbau bis zur tschechischen Staatsgrenze komplett abgeschlossen sein.

04.02.2010


 

 

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