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12 Umspannwerke in Bau: Die wichtigen Verteilzentren am Weg in die Energiezukunft

Copyright Netz NÖ/Wurnig: Umspannwerk Kettlasbrunn Süd

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29. August 2024

Umspannwerke spielen in der heimischen Netzinfrastruktur eine große Rolle - sie sind die wichtige Schnittstelle zwischen überregionalem Hochspannungsnetz und regionalem Mittelspannungsnetz. „Ihre Aufgabe war lange Zeit die sichere Versorgung unserer Kundinnen und Kunden. Mittlerweile sind Umspannwerke in immer stärkerem Ausmaß damit beschäftigt, die stark steigende Produktion an lokal erzeugtem Ökostrom ins überregionale Netz zu transportieren“, erläutert Christian Schirmer, Leiter des Netz Engineerings. 92 solcher Umspannwerke betreibt die Netz NÖ derzeit in Niederösterreich. Bis 2030 sollen nicht weniger als 40 neu gebaut bzw. modernisiert werden. „Gerade haben wir zwölf Umspannwerke, über ganz Niederösterreich verteilt, die gleichzeitig modernisiert bzw. neu gebaut werden“, schildert Schirmer den Ausbauturbo bei Netz NÖ, eines davon in Kettlasbrunn.

Das Niederösterreichische Netz wird modernisiert und fit für die Herausforderungen der erneuerbaren Energiezukunft gemacht. Es sind jedes Jahr über 8.000 Projekte, die dafür umgesetzt werden müssen, auf allen Netzebenen – Ortsnetze, Trafostationen, Mittelspannungsleitungen, Umspannwerke und Hochspannungsleitungen.

Starker Anstieg an Erneuerbaren, Wärmepumpen und E-Mobilität:
Hintergrund des Ausbaus sind zwei wesentlich Entwicklungen - der starke Anstieg an Wärmepumpen und die wachsende Infrastruktur für die Elektromobilität auf der einen und der enorme Anstieg an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen, wie Windkraftanalgen und Photovoltaik-Anlagen auf der anderen Seite. „Mittlerweile speisen über 110.000 PV-Anlagen mit über 1.600 MW ins Netz der Netz NÖ. Inkl. aller in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen ergibt das knapp 3.500 MW an erneuerbaren Einspeisern, die über ganz Niederösterreich verteilt sind. Laut den Plänen der Bundesregierung sollen diese Zahlen bis 2030 nochmal verdoppelt werden“, schildert Schirmer die Herausforderungen.

Netz-Ausbau bis 2030:
„Um diesen Ausbau zu ermöglichen und weiterhin das hohe Niveau an Versorgungssicherheit zu garantieren, haben wir bereits vor knapp zehn Jahren mit einer großen Investitionsoffensive begonnen“, so Schirmer weiter.

Das Modernisierungsprogramm der Netz NÖ bis 2030 umfasst:
o) Neu- oder Ersatzneubau von etwa 40 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (derzeit sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
o) jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 250 Stationen)
o) Verlegen von etwa 1.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr

Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr mehr als 360 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur.

Netz NÖ:
Für den Transport und die Verteilung von Strom verfügt Netz NÖ in Niederösterreich über ein modernes Leitungsnetz mit einer Gesamtlänge von etwa 56.400 Kilometer.

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