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COVID-19-Impfungen: Herbst 2022

Plakat zur Verfügung gestellt

22. September 2022

Mit der kalten Jahreszeit und abnehmender Immunität in der Bevölkerung sind weitere SARS-CoV-2-Infektionswellen zu erwarten. Hohe Priorität hat weiterhin auch, noch nicht geimpfte Personen zu erreichen. Um Krankenhauskapazitäten bestmöglich zu entlasten und schwere Verläufe von COVID-19 zu vermeiden, sollen ab September – spätestens im Oktober/November – weitere COVID-19-Impfungen gemäß empfohlenem Impfschema verabreicht werden. Wenn bisher noch nicht erfolgt, soll die Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen nachgeholt/fertiggestellt werden.

Abhängig von allfälligen Vorimpfungen ist die Impfung jeder Person, die sich schützen will, zu empfehlen:
o) Personen, die noch keine oder nur eine Impfung erhalten haben, sollten sofort – jedenfalls aber bis spätestens Ende September – eine bzw. zwei weitere Impfung(en) für einen ersten Schutz gegen schwere Erkrankungen erhalten.

o) Impfempfehlung für Personen, die bereits eine abgeschlossene erste Impfserie bestehend aus zwei Impfungen erhalten haben:

Alter in Jahren

Intervall zwischen 2. Impfung und 3. Impfung

Ergänzung

0-4

Derzeit keine Impfung zugelassen oder empfohlen

 

5-11

Ab sechs Monate

Ab September (Schulbeginn), sofern die 2. Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt

12-17

Ab sechs Monate

Ab September (Schulbeginn), sofern die 2. Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt

18-59

Vier bis sechs Monate

 

60 und älter und

Risikopersonen

Ab vier Monate

 



o) Impfempfehlung für Personen die bereits eine abgeschlossene Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen erhalten haben: 

Alter in Jahren

Intervall zwischen 3. Impfung und 4. Impfung

Ergänzung

0-4

Derzeit keine Impfung zugelassen oder empfohlen

 

5-11

Derzeit keine Empfehlung zur Auffrischungsimpfung (4. Impfung)

 

12-17

Ab sechs Monate

Ab September (Schulbeginn), sofern die 3. Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt

18-59

Ab sechs Monate

Ab September, spätestens im Oktober/November, sofern die 3. Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt

60 und älter und

Risikopersonen

Ab vier Monate

 



o) Impfempfehlung für Personen die bereits eine abgeschlossene Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen und eine erste Auffrischungsimpfung (4. Impfung) erhalten haben: 

Alter in Jahren

Intervall zwischen 4. Impfung und weiterer Auffrischungsimpfung

0-4

Derzeit keine Impfung zugelassen oder empfohlen

5-59

Derzeit keine Empfehlung zu weiterer Auffrischungsimpfung

60 und älter sowie altersunabhängig Risikopersonen

Ab vier Monate Abstand zur 4. Impfung



Schwer immunsupprimierte Personen sollen in Abhängigkeit ihrer individuellen Situation weitere Impfungen erhalten.

Die hier vorgesehenen Impfschemata können auch bei Personen angewendet werden, die bereits eine oder mehrere Infektionen mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben. Die Impfung kann also bereits nach der Genesung bzw. nach Vorliegen eines negativen PCR-Tests verabreicht werden, wenn es das Impfschema zeitlich so vorsieht. Die Impfung kann nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 auch maximal vier bis sechs Monate aufgeschoben werden.

Vergangene Infektionen mit SARS-CoV-2 hinterlassen zwar eine gute homologe Immunität, welche die gleiche oder nahe verwandte Virusvarianten betrifft. Seit dem Auftreten von Omikron handelt es sich jedoch um unsichere heterologe Immunität, die bis auf Sublinienniveau durchschlägt.

Personen, die Symptome von Long-COVID nach Infektion erleben, können bedenkenlos geimpft werden, es besteht sogar die Chance, dass die Long-COVID Symptome dadurch positiv beeinflusst werden.

COVID-19-Impfstoffe erlauben beim Impfschema zeitliche Variabilität. Daher soll es nicht vorkommen, dass impfwilligen Personen bei einigen Tagen Abweichung vom vorgesehenen Impfschema die Impfung verweigert wird. Abstände von deutlich weniger als vier Monaten für die 3. und besonders für die weiteren Impfungen sollten aber nach Möglichkeit vermieden werden. Nach vollständiger Grundimmunisierung sind längere Intervalle hinsichtlich Auffrischungsimpfung irrelevant: Es schwindet zwar der Impfschutz, die Boosterfähigkeit bleibt jedoch erhalten!

Vorzugsweise sind für die 3., 4. und gegebenenfalls weitere Auffrischungsimpfungen mRNA-Impfstoffe empfohlen (Comirnaty ab fünf Jahren, Spikevax ab 30 Jahren), auch Nuvaxovid (Novavax) kann bei entsprechenden medizinischen Gründen eingesetzt werden (off-label, ab zwölf Jahren). Bei der 4. Impfung und weiteren Auffrischungsimpfungen handelt es sich um off-label-Anwendungen, worüber die zu impfende Person aufzuklären ist. Es ist ohne weiteres möglich, den Impfstoff im Rahmen weiterer notwendiger Impfungen zu wechseln. Die bisher publizierten Daten zeigen eher einen positiven Einfluss eines Impfstoffwechsels als negative Einflüsse.

Sobald bivalente Impfstoffe verfügbar sind, können diese entsprechend der Zulassung und der zugehörigen Anwendungsempfehlung eingesetzt werden. Ob die durch bivalente Impfstoffe erhöhte Immunantwort auch tatsächlich eine Verbesserung der klinischen Impfwirkung zur Folge hat, werden die Anwendungsbeobachtungen zeitnah klären.

Die gleichzeitige Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen mit anderen Impfstoffen wie Influenza-Impfstoffen ist möglich.

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