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Girls Day 2026 im AMS Mistelbach: Klischees hinterfragt, Perspektiven erweitert

Foto zur Verfügung gestellt

30. April 2026

Unter dem Motto „Typisch Mann! Typisch Frau“ stand am Donnerstag, 23. April, ein spannender und zugleich augenöffnender Workshop im AMS Mistelbach, der im Rahmen des Girls Day 2026 stattfand. Ziel der Veranstaltung war es, jungen Mädchen neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu eröffnen – jenseits tradierter Rollenbilder.

Geleitet wurde der Workshop von den beiden engagierten Jugendlichenberaterinnen Tatjana Krückl-Huber und Veronika Kohzina, die gleichzeitig auch Gleichstellungsbeauftragte des AMS Mistelbach ist. Als Gäste begrüßten sie mehrere Schülerinnen der 3. Mittelschule Mistelbach, die gemeinsam mit ihrer Berufsorientierungslehrerin Michaela Ferner am Workshop teilnahmen.

Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen rund um Unterschiede zwischen Männern und Frauen am Arbeits- und Lehrstellenmarkt sowie im Studium. Anhand anschaulicher Beispiele wurde aufgezeigt, in welchen Bereichen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind – insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen – und wo zugleich große Chancen liegen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage: „Was bedeutet Gleichstellung eigentlich?“ Die Mädchen setzten sich aktiv mit dem Begriff auseinander und diskutierten, welche Rechte, aber auch welche Herausforderungen Frauen im Berufsleben erwarten. Besonders praxisnah wurde es bei der Auseinandersetzung mit der weiteren Berufswahl: Worauf sollten Mädchen achten? Wie gehen sie mit Vorurteilen um? Und wie können sie selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen?

Für besonders viel Begeisterung sorgte ein interaktives Quiz, bei dem die Schülerinnen ihr Wissen rund um Berufsbilder und Gleichstellung testen konnten. Kreativität und Teamgeist waren anschließend beim sogenannten „Outfit-Battle“ gefragt: Hier galt es zu zeigen, welche Utensilien und Kleidungsstücke in unterschiedlichen Berufen tatsächlich benötigt werden – ein spielerischer Zugang, der mit einigen Aha-Momenten und viel Gelächter verbunden war.

Den Abschluss bildete eine offene Fragerunde zum Thema Berufsorientierung, in der die Mädchen ihre persönlichen Anliegen einbringen konnten. Die AMS-Beraterinnen nahmen sich viel Zeit, um individuell auf Fragen einzugehen und Mut zu machen, auch ungewöhnliche oder vermeintlich „untypische“ Berufswege in Betracht zu ziehen.

Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie wichtig frühzeitige und praxisnahe Berufsorientierung ist – und dass Gleichstellung nicht nur ein abstrakter Begriff bleibt, sondern aktiv erlebt und gestaltet werden kann. Ein gelungener Girls Day, der bei den Teilnehmerinnen sicher noch lange nachwirken wird.

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