05. März 2026
Mistelbachs Hegeringleiter Hermann Bachl und sein Team haben Ende Februar zur diesjährigen Hege- und Trophäenschau ins Vereinshaus des Schützenvereines Mistelbach geladen. Für eine würdige Umrahmung dieses jagdlichen Events sorgte die Jagdhornbläsergruppe Zayatal mit Hornmeister Ludwig Leisser an der Spitze.
Der Hegeringleiter konnte zahlreiche verantwortungsbewusste und brauchtumspflegende Jägerinnen und Jäger aus dem eigenen Hegering und auch von benachbarten Jagdgebieten und Hegeringen begrüßen. Unter den vielen Gästen war auch Mistelbachs Vizebürgermeister Michael Schamann, MA, Bezirksjägermeister Dipl.-Ing. Andreas Berger, Oberschützenmeister Josef Kohzina sowie die Trophäenbewerter Johann Bauer und Manfred Resch.
Bericht des Hegeringleiters:
Dem Bericht des Hegeringleiters war zu entnehmen, dass im Jahr 2025 insgesamt 13 Stücke Rotwild zur Strecke gebracht werden konnten. Erstmals auch ein Damhirsch im Jagdgebiet Eibesthal. Bei den Wildschweinen war ein leichter Anstieg der Jahresstrecke um 18 Stück zu verzeichnen. Beim Rehwild fielen leider wieder viele Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer. Es gilt jedoch weiterhin als die konstanteste Wildart im Hegering und im ganzen Bezirk Mistelbach. Nicht nur beim Feldhasen, sondern auch beim Fasan, bei den Wildenten und auch beim Fuchs war ein leichter Rückgang der Jahresstrecke zu verzeichnen. Die Raubwild-Gesamtstrecke befindet sich so ziemlich auf dem Niveau der letzten Jahre.
Neuigkeiten aus dem Jagdbezirk:
Bezirksjägermeister Dipl.-Ing. Andreas Berger berichtete über aktuell Themen, Zahlen und Fakten aus dem gesamten Jagdbezirk Mistelbach und auch aus der Landesebene. So gilt das Rehwild mit 7829 Stücken mit einem Plus von 1% gegenüber dem Vorjahr immer noch als konstanteste Wildart im Bezirk. Beim Rotwild konnte eine Gesamtzahl von 109 Stück vermeldet werden. Mit 1.925 Stücken Schwarzwild gab es einen leichten Rückgang gegenüber 2024. Eine leichte Steigerung gab es hingegen beim Muffelwild. Leider musste auch beim Feldhasen, beim Rebhuhn und beim Fasan ein leichter Rückgang vermeldet werden. Die Haarraubwildstrecke ist halbwegs auf Niveau der Vorjahre, lediglich beim Mauswiesel gab’s ein Minus von 24%. Auch über zehn Marderhunde konnte berichtet werden.
Im Vorjahr gab es 67 Jungjägerkandidatinnen und -kandidaten, 47 haben letztendlich die Prüfung bestanden. Aktuell befinden sich 31 Personen in Ausbildung.
Stand beim NÖ Jagdverband im Vorjahr der „Lebensraum Wild“ im Fokus der Jägerschaft, so ist es heuer die „Sicherheit im Jagdbetrieb“.
Thematisiert wurden außerdem auch die Jagdgesetznovelle, die Nachtsichttechnik, der Drohneneinsatz im Jagdbetrieb, die Waffengesetznovelle, Raubzeug und Fallenjagd, der Waffenverkauf unter Jäger, die Bleiverordnung, die Jagdhundeversicherung, Öffentlichkeitsarbeit, aktuelle Wildkrankheiten, das regelmäßige freiwillige Übungsschießen u.v.m.
Grußworte seitens der Stadtgemeinde Mistelbach:
Vizebürgermeister Michael Schamann, MA richtete im Namen der Stadtgemeinde Mistelbach dankende Grußworte an die anwesenden Jägerinnen, Jäger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Jägerschaft aus dem gesamten Hegering. Er bedankte sich für das Engagement, für die ganzjährig erbrachten Leistungen und für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, hier v.a. mit der Gemeinde Mistelbach.
Ehrungen und Auszeichnungen:
Mit der Ehrenfanfare der Jagdhornbläser wurde der nächste Programmpunkt eingeleitet:
Ehrenbruch in Gold:
Dr. Wilfried Rupprecht
Ehrenbruch in Silber:
Heinrich Lester und Erhard Wagner
Jagschützenabzeichen in Gold:
Christoph Bacher, Christian und Florian Seltenhammer, Erhard Wagner, Michael Strobl und Thomas Wegerth
Jagschützenabzeichen in Silber:
Alvin Bacher, Johannes Stallbaumer und Karl Stubenvoll
Jagschützenabzeichen in Bronze:
Gerhard Eisner
Goldene Jahresbestnadel:
Ing. Hannes Wiesinger, Gustav Forster und Josef Liebhart
Gastvortrag durch Amtstierärztin:
Es folgte ein interessanter Gastvortrag durch die Amtsärztin von Mistelbach, Mag. Ulrike Leitner, mit dem Titel „Aktuelles aus dem Veterinärbereich“. Zur Sprache kamen u.a. die Geflügelpest, die Maul- und Klauenseuche, die Afrikanische Schweinepest, die Tollwut, die Aujeszkysche Krankheit und einige mehr.
Nähere Informationen:
Jagdbezirk Mistelbach
Internet: www.jagdbezirk-mistelbach.at