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Internationaler Frauentag 2026: Paasdorfer Frauen im Mittelpunkt

Copyright Stefanie Halbwachs: Teilnehmende Frauen, die in einem kurzen Interview erzählt haben, wie sie Paasdorf mitgestalten

Copyright Stefanie Halbwachs: Vier von sechs Frauen aus dem BHW-Vorstand in Paasdorf

12. März 2026

Anlässlich des Internationalen Frauentages am Sonntag, 8. März, rückte das BHW Paasdorf unter dem Motto „Paasdorf. Frauen. Leben.“ Engagierte Paasdorfer Frauen in den Mittelpunkt. Seit über 100 Jahren steht dieser Tag weltweit für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und die Leistungen von Frauen – Themen, die auch in Paasdorf lebendig sind.

Unter dem Leitgedanken „Zeit für Aufbruch – raus aus den Seifenblasen“ wurde beim gemeinsamen Rundgang durch das Dorf ein bewusstes Symbol gesetzt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilten Seifenblasen. Sie standen für Leichtigkeit und Unbeschwertheit, zugleich aber auch für Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit. Wie Seifenblasen können auch Träume und Hoffnungen rasch zerplatzen – etwa der Wunsch nach gleichem Lohn oder vollständiger Gleichstellung. Gleichzeitig waren sie ein Zeichen dafür, Illusionen nicht einfach hinzunehmen, sondern aktiv an einer gerechteren Zukunft zu arbeiten.

Kulturstadträtin Claudia Pfeffer, MA verwies in ihrem Statement darauf, dass Frauen in der Politik nach wie vor unterrepräsentiert sind. In Niederösterreich liegt der Anteil an Bürgermeisterinnen bei 16% – im Bundesländervergleich zwar an erster Stelle, insgesamt jedoch noch weit entfernt von einer ausgewogenen Repräsentation. Auch in Gemeinderäten und im Landtag entspricht der Frauenanteil nicht dem Bevölkerungsanteil von über 50%. In höheren politischen Gremien sei die Vertretung zwar stärker, dennoch bleibe Gleichstellung ein Ziel.

Als zentrale Hürden nannte die Kulturstadträtin die Mehrfachbelastung durch Beruf und unbezahlte Care-Arbeit sowie tradierte Rollenbilder. Um mehr Frauen für politische Aufgaben zu gewinnen, brauche es strukturelle Verbesserungen und Unterstützung im persönlichen Umfeld. Zugleich betonte sie die positive Wirkung weiblicher Mitgestaltung: Wo Frauen vertreten sind, entstehe häufig ein wertschätzenderer Umgangston und neue Perspektiven würden eingebracht. „Eine lebendige Demokratie braucht die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Männern“, so die Kulturstadträtin.

Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch das Dorf wurden Frauen vorgestellt, die Paasdorf in Politik, Wirtschaft, Ehrenamt, Wissenschaft, Kunst und Kultur wesentlich mitgestalten. Ihre Geschichten zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig weibliches Engagement auf lokaler Ebene ist – oft selbstverständlich, aber von unschätzbarem Wert für das Zusammenleben im Ort.

Der Internationale Frauentag erinnert an historische Meilensteine wie das Frauenwahlrecht, macht aber zugleich deutlich, dass Gleichstellung auch heute ein aktiver Prozess bleibt. Das BHW Paasdorf nutzte die Veranstaltung bewusst, um sowohl den Blick zurück als auch nach vorne zu richten.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein gemeinsamer Ausklang beim Weingut Thüringer, der Raum für Austausch und Begegnung bot.

Der Frauentag 2026 machte sichtbar: Paasdorfer Frauen prägen ihr Dorf – gestern, heute und in Zukunft.

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