01. Oktober 2026
Was kann die Gemeinde tun, um für die Jugend attraktiv zu bleiben und welche Rolle spielt Social Media dabei? Diesen und weiteren Fragen ging der bekannte Influencer Maksymilian Baumann bekannt als „Maksvicu“ oder „der Dorfkritiker“ im Rahmen der 2. Langen Nacht der Jugendarbeit am Mittwoch, 23. September, in Gaweinstal auf den Grund.
„Ihr müsst dort hingehen, wo die Jugend ist – egal ob auf Social Media oder im echten Leben!“ war eine wichtige Message von Influencer Maksymilian Baumann an die Gemeinden. Nach der erfolgreichen 1. Langen Nacht der Jugendarbeit im Jänner ging das gemeinsame Austauschformat der LEADER Region Weinviertel Ost und der Kleinregionen Südliches Weinviertel, Land um Laa, Weinviertler Dreiländereck und Leiser Berge in die zweite Runde. Im Mittelpunkt stand erneut der Austausch zwischen Menschen, die Jugendarbeit in ihren Gemeinden aktiv gestalten, ihre Erfahrungen teilen und voneinander lernen möchten. Diesmal mit dem Fokus, wie die Jugend am besten zu erreichen ist.
Maksymilian Baumann beschrieb in seiner Keynote wie wichtig es ist, der Jugend zuzuhören und in den Dialog zu gehen. „Fragt die Jugend nach ihrer Meinung und ihren Wünschen – Niederschwellige Meet-Ups wie Run-Clubs oder ähnliches gemeinsam mit der Jugend für die Jugend anbieten“, schlägt er vor. Außerdem empfiehlt der Influencer, dass alle Gemeinden einen modernen Social Media Auftritt betreiben, am besten mit einer oder einer Markenbotschafterin/einem Markenbotschafter direkt aus der Jugend.
Anschließend berichtete die Kleinregion Südliches Weinviertel über ihr Projekt „Lebensraum Jugend – Mobile/flexible Angebote für das Weinviertel“. Die Initiative wird gemeinsam mit dem Verein für mobile Jugendarbeit „Tender“ durchgeführt. Anhand von erfolgreichen Best-Practice Beispielen zeigten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Schrattenberg, Schönkirchen-Reyersdorf und Wildendürnbach wie gute Zusammenarbeit zwischen Jugend und der Gemeinde gelingen kann.
In Kleingruppen wurden im Anschluss die Themen durch den direkten Austausch weiter vertieft. Dabei wurde deutlich sichtbar, dass erfolgreiche Jugendarbeit in unterschiedlichen Formen gestaltet werden kann. Neben gelungenen Beispielen war auch Platz für Herausforderungen und persönliche Erfahrungen und natürlich für das Knüpfen neuer Kontakte.
Letztlich geht es um eine zentrale Frage für die Zukunft der Region: Was brauchen junge Menschen, damit sie sich in ihren Gemeinden wohlfühlen, einbringen und ihre Zukunft im Weinviertel gestalten möchten?