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Jungjägerinnen- und Jungjägerausbildung 2026: Großes Interesse an der Grünen Matura in Mistelbach

Foto zur Verfügung gestellt

22. Januar 2026

Beim Schützenverein Mistelbach startete Mitte Jänner der diesjährige Kurs zur Erlangung der ersten Jagdkarte im Jagdbezirk Mistelbach. Bezirksjägermeister Dipl.-Ing. Andreas Berger und die Mitglieder der Jungjägerinnen- und -jägerausbildungs- und Prüfungskommission konnten 25 Jagdkartenwerberinnen und -werber, darunter drei Frauen, und weitere zehn Waidkameradinnen und Waidkameraden begrüßen, welche zeitgleich die Ausbildung zur Jagdaufseherin/zum Jagdaufseher absolvieren werden.

Der Begrüßung und Vorstellung der Ausbildungskommission durch den Bezirksjägermeister folgte einiges an Information und Wissenswertem über den Jagdbezirk Mistelbach selbst und auch über die Jagd in Niederösterreich. Im Bezirk Mistelbach gibt es demnach 18 Hegeringe mit 127 Genossenschaftsrevieren, 65 Eigenjagdreviere und rund 2.200 Jagdkartenbesitzerinnen und -besitzer.

Themenvielfalt bei der Jungjägerausbildung:
Der NÖ Jagdverband und die Stellung der Jagd in der Öffentlichkeit wurden ebenso thematisiert, wie die Erlaubnis Faustfeuerwaffen zu führen, Nachtsichthilfen zu verwenden, die Vermeidung von Jagdunfällen und die Sicherheit im Jagdbetrieb sowie die Brauchtumspflege.

Das große Sorgenkind der Mistelbacher Jägerschaft, das Niederwild, wurde angesprochen. Die Jahresstrecken im Vergleich der letzten Jahre, die Feldbewirtschaftung, die Lebensraumschaffung und Gestaltung und einiges mehr fanden dabei Erwähnung.

Zusammenarbeit zwischen Jagd und Landwirtschaft:
Ebenso ist eine ausgeprägte Zusammenarbeit von Jägerschaft, Land- und Forstwirtschaft und auch Gesetzgebung nötiger denn je. Schließlich ist die Jägerschaft zur Erhaltung eines gesunden und artenreichen Wildbestands verpflichtet.

Brauchtum und Tradition:
Ein wichtiger Teil für die jagende Bevölkerung ist auch die Erhaltung und Pflege jagdlichen Brauchtums. Im Bezirk Mistelbach gibt es über 20 Jagdhornbläsergruppen, es gibt den Jagdhundeprüfungsverein Mistelbach und beim Schützenverein Mistelbach sind das Erlernen sowie das laufende Trainieren des jagdlichen Schießens jederzeit möglich.

Genussregion Weinviertler Wild:
Mistelbach liegt in der Genussregion Weinviertler Wild. Wildbrettvermarktung, Wildkochkurse und Wildessen stehen ganzjährig auf der Tagessordnung. Öffentlichkeitsarbeit wie Hubertusmessen, Jägerbälle, Hubertuswallfahrt, Schulbesuche, Aktionen mit Kindern, Säuberungsaktionen usw. werden ganzjährig organisiert und abgehalten.

„Die Jagdethik“:
Im zweiten Teil des Kursabends informierte Mag. Helmut Kühtreiber über die „Jagd“. Über Ehrfurcht und Schöpfung, über Beute und Tötung, über Nutzung und Verwertung, über Kulturgut und Brauchtum, über Gesellschaft und Öffentlichkeit, über Heimat und Lebensraum und über ökologische Gegebenheit und Biologie.

Der NÖ Jagdverband:
Der Vorsitzende der Jungjägerinnen- und -jäger-Ausbildungs- und Prüfungskommission Johann Nemetschek und Gerhard Wimmer von der Geschäftsstelle Mistelbach des NÖ Jagdverbandes erklärten den Verlauf des Kurses, der Kursabende mit theoretischer und der Kurstage mit praktischer Ausbildung bis hin zu den Prüfungen.

Bis Ende April finden nun beim Schützenverein Mistelbach über 30 theoretische und auch praktische Kurseinheiten statt, wo die angehenden Jungjägerinnen und Jungjäger als auch die künftigen Jagdaufseherinnen und -aufseher auf die Prüfungen Mitte Mai vorbereitet werden, um diese im Anschluss mit Erfolg ablegen zu können.

Nähere Informationen:
Jagdbezirk Mistelbach
Internet: www.jagdbezirk-mistelbach.at

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