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Maibaumaufstellen in der Stadtgemeinde Mistelbach

Copyright Stadtgemeinde Mistelbach, Jährlich findet das Maibaumaufstellen in der Großgemeinde Mistelbach statt

Copyright Stadtgemeinde Mistelbach, Wann und wo wird in Mistelbach und den Ortsgemeinden ein Maibaum aufgestellt?

Plakat zur Verfügung gestellt, Maibaumaufstellen am Hauptplatz Mistelbach

Plakat zur Verfügung gestellt, Maibaumaufstellen beim Pfadfinderheim Mistelbach

Plakat zur Verfügung gestellt, Maibaumaufstellen in Hüttendorf am 30. April um 18.00 Uhr

Plakat zur Verfügung gestellt, Maibaumaufstellen in Lanzendorf sowie NEU: Frühschoppen am 1. Mai

23. April 2026

Am Donnerstag, 30. April, laden viele Vereine in der Großgemeinde Mistelbach wieder zum traditionellen Maibaumaufstellen ein! Woher der Brauch kommt und wo überall ein Maibaum in Mistelbach und den Katastralgemeinden aufgestellt wird, erfahren Sie hier.

Der Maibaum wird jährlich am 30. April durch einen Verein oder eine Gruppe an einem zentralen Platz oder vor dem Haus des Vereinsobmannes oder Ortsvorstehers aufgestellt. Bereits das Maibaumschlagen ist ein Erlebnis: Ende April wird der Maibaum im Wald geschlagen und der Baum bis auf die Spitze entrindet und glatt gehobelt. Die Spitze bleibt grün und wird vor dem Aufstellen mit einem Kranz und Bändern verziert.

Viele Zuschauer lassen sich das jährliche Spektakel am 30. April nicht entgehen und verfolgen gespannt das Aufstellen. Früher wurde der Baum von Hand und mit Hilfe langer Stangen aufgestellt, heute werden oft moderne Geräte wie Traktoren oder Kräne zu Hilfe genommen. Je nach Brauch und Ort bleibt der Maibaum bis zum Monatsende oder bis zum Erntedankfest im Herbst stehen.

Wann & Wo in Mistelbach und den Katastralgemeinden?

  • Mistelbach am Hauptplatz um 17 Uhr
  • Mistelbach beim Pfadis Mistelbach-Heim um 18:30 Uhr
  • Lanzendorf um 18 Uhr am Feuerwehrberg und NEU: Frühschoppen am 1. Mai ab 11 Uhr
  • Ebendorf um 19 Uhr beim Generationenspielplatz
  • Paasdorf um 18 Uhr am Dorfplatz
  • Frättingsdorf ab 17:30 Uhr vor der Freien Werkstatt
  • Eibesthal ab 18 Uhr beim Gasthaus Fritsch und um 19 Uhr beim Haus des Ortsvorstehers
  • Hüttendorf um 18 Uhr beim Jugendheim
  • Kettlasbrunn um 18 Uhr beim Gasthaus Schmidt
  • Hörersdorf ab 19 Uhr beim Genusswirtshaus der „Zwoa Weinviertla“
  • Siebenhirten: Heuer wird kein Baum aufgestellt


In Mistelbach gibt es sowohl eine moderne als auch traditionelle Variante des Maibaumaufstellens: Um 17 Uhr lädt die VPMI-Stadtpartei Mistelbach in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach-Stadt und der Musikkapelle Mistelbach zum großen Maibaumaufstellen am Hauptplatz. Ein traditionelles Maibaumaufstellen per Hand findet durch die Pfadfindergruppe Mistelbach um 18:30 Uhr beim Pfadfinderheim in der Ebendorferstraße 43 statt.

In Lanzendorf findet das Maibaumaufstellen durch den Jugend- und Kulturverein am 30. April um 18 Uhr am Feuerwehrberg statt. Neu ist hier ein Frühschoppen tags darauf am Freitag, 1. Mai beim Feuerwehrhaus in Lanzendorf ab 11 Uhr – um Anmeldung wird gebeten. Um 19 Uhr wird auch der Maibaum in Ebendorf durch den Jugend- und Brauchtumsverein am Generationenspielplatz aufgestellt. Ab 18 Uhr lädt die Jugend Paasdorf zum Maibaumaufstellen am Dorfplatz. In Siebenhirten wird heuer kein Maibaum aufgestellt.

Die Jugend Frättingsdorf lädt ab 17:30 Uhr zum Maibaumaufstellen vor der Freien Werkstatt. In Eibesthal wird ab 18 Uhr ein Maibaum beim Gasthaus Fritsch aufgestellt und im Anschluss beim Haus des Ortsvorstehers Matthias Schöfbeck ein weiterer Baum um 19 Uhr. Die Jugend Hüttendorf lädt um 18 Uhr zum Maibaumaufstellen beim Jugendheim. In Kettlasbrunn wird der Maibaum um 18 Uhr beim Gasthaus Schmidt aufgestellt. In Hörersdorf findet das Maibaumaufstellen durch die Hörersdorfer Burschen beim Genusswirtshaus der „Zwoa Weinviertla“ ab 19 Uhr statt.

Woher kommt der Brauch?
Der Maibaum symbolisiert Fruchtbarkeit und ist ein Glückssymbol. Die Ursprünge sind teilweise ungeklärt, häufig werden germanische Riten genannt, da die Germanen Waldgottheiten in verschiedenen Baumriten huldigten. In Österreich wurde 1230 erstmals für Wien ein Maibaumaufstellen am Babenbergerhof erwähnt.

In seiner heutigen Form mit hohen Bäumen mit grüner Spitze und Kranz geschmückt, ist der Maibaum seit dem 16. Jahrhundert bekannt. In Mistelbach wurde der Brauch dank der Initiative von Bürgermeister AD Hofrat Mag. Edmund Freibauer am Hauptplatz wieder groß zelebriert.

Maitaferl und Maibaumkraxeln
Der Baum wird mit einem Kranz und Bändern geschmückt. Sobald er aufgestellt ist, wird das Maitaferl angebracht. Mit dem Maitaferl ehrt der Verein oder die Gruppe, die das Maibaumaufstellen für den Ort vollzieht, eine ehrenamtliche oder besonders geschätzte Person. In manchen Ortschaften können sich mutige Personen im Wettkampf des Maibaumkraxelns messen und ein Band des Maibaumkranzes vom Baum holen.

Maibaumstehlen und Maistrich
In der Nacht des Maibaumaufstellens bewachen meist junge Männer und Frauen ihren Maibaum. Wird der Maibaum nicht gut bewacht, gilt der Baum nach drei Spatenstichen oder dem Umlegen einer ortsfremden Gruppe als gestohlen. Der Tradition nach wird der Maibaum mit größeren Mengen Wein oder Bier ausgelöst. Bei „Gutmütigkeit“ wird der gefallene Baum liegengelassen und er muss erneut aufgestellt werden.

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai darf auch ein Maistrich gezogen werden. Früher wurde ein Strich zwischen zwei Personen, die ein nicht offizielles Verhältnis haben, von den wissenden Personen gezogen. Mittlerweile werden auch kreative Ideen, lustige Spitznamen oder Ideen verschriftlicht. Hierfür wird eine kalkhaltige Farbmischung zusammengerührt und die die Striche führen oft kilometerweit von Haus zu Haus. 

 

 

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