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ÖBB: Sommersperren der S-Bahnen in Niederösterreich und Wien

Sujet zur Verfügung gestellt

11. Juli 2024

Die Ostregion ist österreichweit jene Region mit dem höchsten Bevölkerungswachstum. Es braucht daher mehr Kapazität auf der Schiene, um die Mobilität der Menschen klimaschonend zu bewerkstelligen. Um ein noch besseres Angebot zu schaffen, werden im Sommer mit dem S-Bahn Wien Upgrade in und um Wien Bahnstrecken modernisiert und mit einem neuen, digitalen Zugsicherungssystem ausgerüstet. Eine Reihe von Bahnsteigen wird verlängert, um Platz für längere Züge mit mehr Sitzplätzen zu bieten. Außerdem braucht ein Teil der Infrastruktur auf der stark befahrenen Südstrecke zwischen Wien und Wiener Neustadt ein umfassendes „Service“.

Was bedeutet das für die Fahrgäste?
Von Samstag, dem 29. Juni, 00.00 Uhr bis Montag, dem 2. September, 04.00 Uhr sind zeitgleich drei Teilabschnitte der Nord-Süd-Achse aus Südstrecke, S-Bahn Wien-Stammstrecke und Nordbahn ganz oder teilweise gesperrt. Dies deshalb, um Bauarbeiten gebündelt, rasch und ohne längerfristige Beeinträchtigungen für den Zugverkehr in der Ostregion abwickeln zu können.

Zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf fahren keine Züge. REX 1-Züge der Nordbahn (Relation Wien Floridsdorf – Gänserndorf – Breclav) werden teils über Wien Stadlau umgeleitet und beginnen/enden in Wien Hauptbahnhof. Ein Teil dieser Züge endet in Wien Floridsdorf. Zwischen Bad Vöslau und Leobersdorf an der Südstrecke fahren ebenso keine Züge. Fernverkehrszüge und CJX9 werden zwischen Wien und Wiener Neustadt umgeleitet (Halt in Baden bei CJX9 entfällt). Auf der gesamten Relation Wien Praterstern – Wiener Neustadt kommt es auf der S-Bahn-Stammstrecke und der Südstrecke zu Fahrplanänderungen und größeren Intervallen. Schienenersatzverkehre werden eingerichtet. Weiters ist das Zugangebot auf der Laaer Ostbahn und der Nordwestbahn teilweise reduziert.

Reisende werden ersucht, sich vor ihrem Reiseantritt über ihre Verbindungen unter www.oebb.at bzw. www.oebb.at/baustellen, telefonisch unter 05-1717 oder auf SCOTTY mobil zu informieren. Mobilitätseingeschränkte Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt mit dem ÖBB-Kundenservice unter 05-1717-5 in Verbindung zu setzen.

Was bedeutet das für Anrainerinnen und Anrainer der Bahnstrecke?
Für die Baumaßnahmen ist der Einsatz von großen Bahnbaumaschinen notwendig. Zudem kann es zu erhöhtem LKW-Verkehr auf den Zufahrtsstraßen zu den Baustellen kommen. Dadurch ist auch nachts sowie an Wochenenden und an Feiertagen mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen.

Wie erfolgt die Information?
Die Anrainerinnen und Anrainer der betroffenen Orte werden über Beeinträchtigungen durch die Arbeiten rechtzeitig vorab per Postwurf informiert. Reisende erhalten unter www.oebb.at bzw. www.oebb.at/baustellen, telefonisch unter 05-1717 sowie auf SCOTTY mobil Informationen zum Fahrplan. Informationen zum S-Bahn Wien Upgrade sind unter www.s-bahn.wien abrufbar.

Bauen bei laufendem Betrieb: Wie eine OP am offenen Herzen
Das Bahnnetz für die Mobilitätswende zu rüsten, ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die ÖBB fahren das größte Ausbauprogramm der Geschichte. 21,1 Milliarden Euro werden bis 2029 in moderne Bahnanlagen investiert. Ziel ist eine Bahninfrastruktur, die für den steigenden Bahnverkehr ausreichend Platz bietet und damit ein weiterhin dichtes, pünktliches Bahnangebot für alle Fahrgäste und Güter sichert. Die Bahn nimmt ihre Rolle im Kampf gegen die Klimakrise sehr ernst und setzt dabei auf kluge Planung und innovative Baumethoden, damit Baustellen rasch und abseits des Bahnverkehrs abgewickelt werden können. Dennoch geht der Investitions- und Innovationsschub nicht immer unbemerkt für die Kundinnen und Kunden über die Bühne. Streckensperren, die Schienenersatzverkehre, längere Fahrzeiten oder Ausfälle zur Folge haben, sind unumgänglich.

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