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Testwoche in Apotheken ergab: Zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit hohem Sonnenrisiko

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03. Juni 2026

Mit den sommerlichen Temperaturen steigt auch das Bewusstsein für Sonnenschutz. Doch es kursieren Mythen und Falschinformationen. Deshalb organisierte das Gesundheitsnetz Goldenes Kreuz im Mai mit seinen Partnerapotheken die Aktionswoche „Sonnenschutz“ und bot kostenlose Hauttyp-Analysen. Mit interessanten Ergebnissen: Zwei Drittel zählen zur sehr sonnenempfindlichen Gruppe mit Hauttyp I oder II und unterschätzen das Risiko tendenziell.

Nach einem langen Winter sind viele Menschen sonnenhungrig und genießen die ersten sommerlichen Tage. Doch ein erheblicher Teil der österreichischen Bevölkerung hat ein durchaus hohes Risiko für Sonnenschäden.

„Viele Menschen sind verunsichert und kommen mit zahlreichen Fragen in die Apotheke: Wie wird der Hauttyp exakt bestimmt? Welche Risikofaktoren müssen beachtet werden? Welchen Einfluss haben bestimmte Medikamente oder Präparate? Und was braucht es, um oxidativem Stress und Hautalterung sowie Zellschäden vorzubeugen“, sagt Mag. Simon Job, Mitinhaber der Essenz Apotheken und Konzessionär der ESSENZ Apotheke Mariahilf. „Diese Zusammenhänge sind für Laien nicht ganz einfach einzuschätzen.“

Deshalb organisierte das Gesundheitsnetz Goldenes Kreuz im Mai gemeinsam mit seinen Partnerapotheken die Aktionswoche „Sonnenschutz“ und bot kostenlose Hauttyp-Analysen mit dem KI-gestützten Hautanalyse-Tool von Iqonic.AI an. Dabei wurden wichtige Faktoren wie Hauttyp, Pigmentveränderungen, individuelle Risikofaktoren (z.B. UV-Exposition) sowie etwaige familiäre Vorbelastungen und Hautauffälligkeiten erhoben.

Zwei Drittel haben hohes Risiko:
Die Ergebnisse der Analysen ergaben: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Hauttyp I oder II zuzurechnen und sind damit sehr sonnenempfindlich. Knapp jede/jeder Fünfte hatte zudem einen Fall von Hautkrebs in der Familie.

„Unter den Jungen ist das Bewusstsein erfreulicherweise höher ausgeprägt, aber trotzdem kennen viele Menschen ihren persönlichen Hauttyp nicht. Daher sind Aufklärungs-Aktionen wie diese oder auch unser virtueller Hauttypen-Test auf www.sonneohnereue.at so wichtig“, so Krebshilfe Österreich-Geschäftsführerin Mag. Martina Löwe.

„Auch wir wissen, dass das Bewusstsein für Sonnenschutz hierzulande zu gering ausgeprägt ist“, betont Mag. Erika Sander, Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze. „Es halten sich Mythen, wie etwa, dass Sonnenbräune vor Schäden vorbeugt. Und viele verwenden viel zu wenig Sonnenschutz.“

In Folge müssen in Österreich jährlich rund 3.500 bis 4.400 Menschen aufgrund akuter Hitzeschäden und intensiver Sonneneinstrahlung ärztlich behandelt werden. Und jede/jeder Vierte holt sich im Sommer zumindest einen Sonnenbrand.

„Doch die Haut vergisst nichts, und alle Jugendsünden bekommen wir später präsentiert“, betont auch Dermatologin Dr. Alma Kamenica. „Sonnenschutz ist ein Muss, um Sonnenbrand zu vermeiden und das Hautkrebsrisiko zu reduzieren.“ Dabei gilt: Wirkungsvoller Sonnenschutz ist ein Konzept, das sich „nicht nur auf Sonnenschutzmittel beschränkt“, so die Expertin. „Es geht auch um schützende Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrillen mit UV-Filtern und nicht zuletzt um das richtige Verhalten. Man sollte unbedingt einen Sonnenbrand vermeiden und auch die Anzahl der – wo-möglich ungeschützten – Sonnenstunden über die Lebenszeit hinweg reduzieren.“

Alles zu richtigem Sonnenschutz:
Hintergrundwissen, Interviews mit Expertinnen und Experten sowie probate Ratschläge bietet die aktuelle Ausgabe des Magazins LEBENSWERT. Siehe www.oeggk.at/magazin-lebenswert/.

Und ebenfalls in die Tiefe geht die Episode des Podcasts HÖRENSWERT „Mythos gesunde Bräune – alles über Sonnenschutz“ mit der Pharmazeutin und Apothekerin Mag. Astrid Janovsky als Gast. Siehe www.oeggk.at/podcast-hoerenswert/ und überall, wo es Podcasts gibt.

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