09. April 2026
Die Mitglieder des Kunstvereins Mistelbach und der Blau-Gelben Viertelsgalerie luden am Freitag, 27. März, zur Vernissage einer weiteren Ausstellung im aktuellen Jahr ins Mistelbacher Barockschlössl. Zu sehen sind diesmal die Werke von Daniela Luschin unter dem Ausstellungstitel „weiberLEID“, die mit ihrem Werken auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht. Im sogenannten Kabinett des Barockschlössls zeigt Gemeinderätin a.D. Heidemarie Winna einen Querschnitt ihrer Arbeiten. In ihren expressiven Bildern lässt sie sich von Gefühl und Intuition leiten, setzt dies hauptsächlich in Acrylfarbe um, fügt aber auch immer wieder diverse Fundstücke ein.
Die frisch gewählte, neue Obfrau Mariana Ionita freute sich über die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher. Unter den vielen Gästen konnte die neue Obfrau neben zahlreichen KünstlerInnen und Kunstinteressierten aus dem Weinviertel, Wien und Umgebung u.a. auch MAMUZ-Geschäftsführer Christoph Mayer, MAS, Kulturstadträtin Claudia Pfeffer, MA, welche auch zum Thema sprach und die Ausstellung anschließend eröffnete, sowie Stadtrat Roman Fröhlich begrüßen.
Die Obfrau gab nach der Begrüßung einen kurzen Einblick in Statistiken, welche das erschreckende Ausmaß an Gewalt an Frauen, in welcher Form auch immer, in unfassbaren Zahlen darstellen. Dieser Gewalt, diesem Leid widmet die Künstlerin Daniela Luschin ihr ganzes künstlerisches Schaffen und zeigt dies eindrucksvoll in ihrer, bisher größten Werkschau in Mistelbach.
Als Autodidaktin bewegt sie sich bewusst jenseits akademischer und elitärer Kunstzugänge. Sie bezeichnet sich selbst als feministische Widerstandskünstlerin. Ihre Sprache ist direkt, zugänglich und politisch. Ihre Materialien: Papier, Textilien, Garn, Acryl – und oft auch Sprache. Sie nutzt Text nicht als Beiwerk, sondern als Teil des Widerstands.
Daniela Luschin erschafft Werke, die patriarchale Gewalt sichtbar machen und infrage stellen. Ihre Bilder erzählen von Würde, Wut und weiblicher Selbstermächtigung. Zwischen Text und Bild, Intuition und Anklage entsteht Kunst, die nicht schweigt. Ihre Kunst richtet sich an eine breite Öffentlichkeit – nicht an einen exklusiven Zirkel!
Führungen:
Am Sonntag, 12. und Sonntag, 26. April (= Finissage), bietet die Künstlerin jeweils um 14.00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung an.
Ausstellungsdauer:
Samstag, 28. März bis Sonntag, 26. April
Öffnungszeiten:
Samstag, Sonntag und Feiertag
von 14.00 bis 18.00 Uhr
Nähere Informationen:
Kunstverein Mistelbach
Internet: www.kunstverein-mistelbach.at