Gleich direkt:

Hauptinhalt:

Weiter steigende Arbeitslosenzahlen und Stagnation der Beschäftigungszahlen zu Jahresende

Logo zur Verfügung gestellt

15. Januar 2026

Ende Dezember waren 54.971 Personen beim AMS in Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt und damit um 1.996 oder 3,8% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Inklusive Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer befanden sich 64.650 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (+4,4% gegenüber dem Vorjahr).

Im Jahresdurchschnitt 2025 zeigte sich in Niederösterreich im Vergleich zum Jahr 2024 ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Höhe von 4,2%. Österreichweit fiel der Anstieg mit einem Plus von 6,6% stärker aus.

Der Bestand an unselbständig Beschäftigten (geschätzt) in Niederösterreich lag Ende Dezember bei 643.000 Personen. Davon waren 295.000 Frauen (+1,0%) und 348.000 Männer (-0,7%). Im Vergleich zum Jahr 2024 bedeutet dies ein gleichbleibendes Niveau.

Die Arbeitslosenquote liegt in Niederösterreich aktuell bei 7,9% und damit 0,3%-Punkte über dem Wert im Vorjahr. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenquote 8,4% (+0,2%-Punkte).

„Zum Zeitpunkt Ende Dezember waren gegenüber dem Jahr 2024 um 3,8% mehr Personen arbeitslos gemeldet. Darüber hinaus ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember des Jahres 2024 um 11,6% gestiegen, österreichweit sogar um 24,8%. Gleichzeitig haben 73.377 Jobsuchende im Jahr 2025 eine Arbeit aufgenommen, 2.405 von ihnen wurden davor bereits ein Jahr oder länger vom AMS betreut. Laut rezenten Prognosen erwarten wir im Jahr 2024 ein leichtes Wirtschaftswachstum von über 1%. Dadurch sollte sich 2026 erstmals nach 2022 wieder ein leicht rückläufiger Bestand der Arbeitslosigkeit ausgehen“, so AMS Niederösterreich-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern.

Die Zahl der arbeitslosen Personen hat sowohl bei Frauen (+6,3% bzw. +1.343) als auch bei Männern (+2,1% bzw. +653) zugenommen.

Ältere Personen ab 50 Jahre weisen ebenso eine Steigerung der Arbeitslosigkeit auf (+5,9% bzw. +1.061) wie Personen im Haupterwerbsalter (+3,4% bzw. +979). Bei den Jugendlichen im Alter bis 24 Jahre ist ein Rückgang von -0,8% (auf 5.800 Personen) zu beobachten.

Nach Branchen steigt im Gesundheits- und Sozialwesen (+10,9% bzw. +337), in der Warenherstellung (+7,8% bzw. +417) und im Handel (+5,2% bzw. +452) die Arbeitslosigkeit überproportional stark. Hingegen steigt die Arbeitslosigkeit in der Beherbergung/Gastronomie (+1,5% bzw. +64) und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (+1,5% bzw. +130) weniger stark als im Durchschnitt von Niederösterreich bzw. sinkt die Arbeitslosigkeit im Bauwesen (-1,2% bzw. -88).

„Das Angebot an freien Arbeitsplätzen bleibt nach wie vor hoch. Im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie 2019 liegt das Niveau weiterhin um 9,7% höher. Außerdem wurden im heurigen Jahr rund 76.375 offene dem AMS Niederösterreich gemeldete Stellen erfolgreich mit einer passenden Arbeitskraft besetzt. Um Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt optimal zu vereinen, unterstützt das Land Niederösterreich Beschäftigte mit einem breiten Spektrum an Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen, um ihnen zusätzliche Karrierechancen zu eröffnen und ihre beruflichen Perspektiven nachhaltig zu stärken“, betont Arbeitsmarkt-Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz.

Aktuell sind 10.217 freie Stellen beim AMS gemeldet. Das sind um 19,9% weniger als im Dezember des Jahres 2024. Am Lehrstellenmarkt zeigt sich mit insgesamt 811 offenen Lehrstellen ein Rückgang um 27,5% gegenüber dem Vorjahr.

Beinahe in allen Branchen geht die Anzahl der offenen Stellen zurück. Beispielsweise sind starke Rückgänge im Bereich Verkehr/Lagerei (-26,3% bzw. -166), den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (-25,7% bzw. -746) sowie in der öffentlichen Verwaltung (-21,4% bzw. -181) zu beobachten.

Was gibt es Neues im Bezirk Mistelbach?
Arbeitslosigkeit:
Im Jahresdurchschnitt 2025 zeigt sich im Arbeitsmarktbezirk Mistelbach im Vergleich zum Jahr 2024 ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Höhe von 4,6%. Im Monat Dezember stieg die Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 4,5% im Bezirk Mistelbach weiter an. Insgesamt sind 2.440 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet.

Die schlechte konjunkturelle Entwicklung hat am niederösterreichischen Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen. Das sehen wir am Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit mit einem Plus von 30% oder 86 Personen im Vergleich zu 2024. Darüber hinaus ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember des Vorjahres um 18,8% gestiegen. „Gleichzeitig haben allerdings 105 Personen, die bereits ein Jahr oder länger vom AMS betreut werden, eine Arbeit aufgenommen. Das sind sogar um 29,6% mehr als im Jahr davor“, betont die Geschäftsstellenleiterin des AMS Mistelbach Marianne Majewsky.

Vermittlungsaktivitäten:
2025 haben 2.684 Jobsuchende ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beendet.

Zum Seitenanfang springen