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Sicher Radfahren

Treten Sie besonders jetzt mit Bedacht in die Pedale: Der Schwung in den Sattel soll frischen Wind und Bewegung bringen – und kein Nachspiel im Spital haben.

Der Frühling ist da – Beginn der klassischen Fahrradsaison. Die Sonne wärmt den Rücken, der Fahrtwind weht um die Nase, jede Menge Glückshormone schwärmen aus. Radfahren macht Spaß – mit Sicherheit. Gehen wir es in diesem außergewöhnlichen Frühling besonders bewusst und besonnen an! Damit die erfrischende Ausfahrt auch sicher wieder nach Hause führt – und nicht in die Ambulanz.

Denn die Zahlen der Statistik zeigen: Was mit einem Schwung in den Sattel beginnt, hat leider oft ein Nachspiel im Spital. Allein im Jahr 2019 beendeten rund 43.700 Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Ausfahrt im Krankenhaus. Rund 32.600 davon wurden bei Unfällen im Straßenverkehr verletzt, rund 8.000 Radlerinnen und Radler holten sich ihre Blessuren beim sportlichen Freizeitvergnügen. Die übrigen Radfahr-Verletzungen wurden in den Bereichen Arbeit/Schule und Haushalt verzeichnet. Besonders tragisch: Über 30 Menschen kommen pro Jahr in Österreich bei Radunfällen ums Leben.

Die meisten Unfälle von Hobby-Radsportlerinnen und -sportler sind Einzelstürze, die häufigsten Ursachen Unaufmerksamkeit, zu hohes Tempo oder mangelhafte Ausrüstung. Im Straßenverkehr enden Kollisionen mit mehrspurigen Kraftfahrzeugen allzu oft fatal. Auf Freilandstraßen ist der Geschwindigkeitsunterschied ein erheblicher Risikofaktor, im Ortsgebiet sind es zu hohe Geschwindigkeiten, fehlende Sichtweiten an Kreuzungen und unaufmerksame Kfz-Lenkerinnen und -Lenker. Die Verletzungsskala verunfallter Radfahrerinnen und Radfahrer reicht von leichten Prellungen bis zu Schädel-Hirn-Traumata.

Fazit: Wer ohne Knautschzone unterwegs ist, muss besonders achtsam sein.

Tipps für mehr Sicherheit beim Radfahren:
o) Sorgen Sie für ein verkehrssicheres Fahrrad: Checken Sie vor jedem Start die Funktionstüchtigkeit von
       Bremsen, Klingel und Lichtanlage! Auch Radanhänger müssen eigens beleuchtet sein.
o) Machen Sie sich sichtbar: Leuchtende Farben und reflektierende Outfits – z.B. eine neongelbe
       Warnweste – machen Sie zum Eyecatcher. Sichtbarkeit ist Sicherheit – erst recht bei Zwielicht,
       Dämmerung und Dunkelheit.
o) Vorsicht vor den Stärkeren: Schulterblick vor dem Start, aufmerksame Fahrt. An Kreuzungen:
       angepasste Geschwindigkeit wählen und Augenkontakt halten – vor allem mit Motorisierten!
o) Rücksicht auf die Schwächeren: Angepasstes Tempo und ausreichend Abstand sind immer ein Muss.
       Besonders schützenswert sind die Schwächsten: Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und
       Radfahrer, Kinder und ältere Menschen.
o) Apropos Kinder: Ab 12 Jahren – im Besitz eines Radfahrausweises bereits ab 9 Jahren – dürfen Kinder
       allein mit dem Fahrrad unterwegs sein. Unterhalb dieser Altersgrenzen bedarf es einer mindestens 16-
       jährigen Begleitperson. Begleiten Sie Ihre Kinder aber so lange wie notwendig in die neue Mobilität auf
       zwei Rädern.
o) Telefonieren nur mit Freisprecheinrichtung: Fernplaudern mit Handy am Ohr ist auch beim Radfahren
       verboten. Die Hände müssen frei sein fürs Lenken – und der Kopf besser auch fürs Denken. Soll
       heißen: Telefonate lieber im Stillstand als in voller Fahrt erledigen.
o) Thema E-Bike: Aller Anfang ist schwer – auch in Sachen E-Bike. Obwohl das Treten beim E-Bike deutlich
       leichter fällt – doch gerade das macht das völlig neue Fahrgefühl aus. Auch der ungewohnte Schwung
       beim Start ist ein Aha-Erlebnis. Üben Sie ausgiebig abseits der Straße! Professionelle E-Bike-
       Fahrtechniktrainings sind sinnvoll – Gutscheine dafür ein geniales Geschenk.

In diesem Sinne: Gute und sichere Fahrt in den Frühling!

Quelle: KfV

Lenken ohne Ablenkung

Ein Zivilstreifenwagen der Polizei ist auf der Autobahn unterwegs. Drei Fahrspuren, ein Pannenstreifen, mäßiger Verkehr. Plötzlich braucht ein vor dem Polizeiwagen fahrender Kombi ohne ersichtlichen Grund für seine Fahrt zwei Fahrstreifen. Bei dichterem Verkehrsaufkommen wären die Folgen wohl nicht auszudenken gewesen. Ist der Autolenker kurz eingeschlafen, betrunken oder durch Drogen beeinträchtigt?

Vorsichtig überholt der Streifenwagen den Kombi. Bei der Vorbeifahrt ein kurzer Blick auf den Lenker. Dieser beschäftigt sich intensiv mit dem Studium eines Reiseführers und vergisst damit ganz darauf, sich auf das Lenken seines Fahrzeuges zu konzentrieren.

Wie aus dem angeführten Beispiel ersichtlich, sollte jeder Lenker alles unterlassen, was die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verringert und damit die Unfallgefahr eklatant erhöht.

Ob es das Wechseln der CD, eine intensive Unterhaltung mit Beifahrern oder das Rauchen einer Zigarette ist, alles lenkt ab. Selbst das gesetzlich erlaubte Telefonieren mit Handy und Freisprecheinrichtung. Die Suche in den Datenspeichern des Mobiltelefons nach Namen oder Nummern, der kurze Blick auf das Display beim Anruf lenken ab. Man ist für einen kurzen Augenblick nicht konzentriert. Es kann genau diese eine Sekunde sein, die es dann ausmacht, ob ein Unfall passiert oder nicht.

Wir alle sollten an der Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr mitarbeiten. Ein großer Beitrag dazu wäre, mehr Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, möglicherweise sein Fahrverhalten und seine Gewohnheiten zu ändern. Helfen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit, durch ein Lenken ohne Ablenkung Ihre eigene Sicherheit zu erhöhen und damit gerade Ihren eigenen Unfall zu verhindern.

Sicherer Schulweg

Kinder im Straßenverkehr:
Kinder können den Verkehr nicht so gut überblicken wie Erwachsene. Sie sind kleiner, ihr Blickfeld ist eingeschränkter, sie lassen sich leicht ablenken, sie sind schnell überfordert und reagieren oft impulsiv, z.B. wenn sie Eltern oder Freunde sehen. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht so gut einschätzen. Zudem sind sie auch für Autofahrerinnen und Autofahrer oft nicht sofort sichtbar. Sie zählen daher zu den am meisten gefährdeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Straßenverkehr.

Deshalb wird Eltern und anderen Begleitpersonen empfohlen, Kinder immer an der von der Straße abgewandten Seite des Gehwegs gehen zu lassen und auch bei der Überquerung der Straße vorbildlich zu handeln: Bei Zebrastreifen an der Gehsteigkante stehen bleiben sowie zweimal gemeinsam mit dem Kind nach rechts und links blicken. Nicht jede Autofahrerin/jeder Autofahrer hält an, auch wenn man über die Straße gehen will. Besonders wichtig ist daher das gute Vorbild der Erwachsenen!

Vorbereiten auf den Schulweg:
Grundsätzlich gilt in der Früh: unnötigen Stress vermeiden und rechtzeitig aufstehen, damit das Kind auch genügend Zeit für den Schulweg hat. Das ist oftmals leichter gesagt, als getan. Aber für Kinder und ihre Sicherheit äußerst wichtig.

Als Eltern können Sie angehende Taferlklasslerinnen/Taferlklassler auf diesen Schritt vorbereiten und die Strecke mehrmals mit ihnen gemeinsam gehen sowie besprechen – und zwar so lange, bis das Kind den Weg alleine schafft. Dabei sollten Sie vor allem die folgenden Tipps beherzigen:

1) Einen sicheren Weg festlegen und gemeinsam üben!
Wählen Sie einen besonders sicheren Weg zur Schule. Das muss nicht immer der kürzeste sein. Für die Schulanfängerinnen/Schulanfänger ist es am günstigsten, die Straße dort zu überqueren, wo Ampeln, Schutzwege, Unter- und Überführungen vorhanden sind. Möglichst meiden sollten Sie unübersichtliche Stellen sowie das häufige Überqueren von Straßen. Besprechen Sie mit Ihrem Kind die verschiedenen Situationen, Verkehrs- und Verhaltensregeln.

2) Gefährliche Stellen sollten gesondert geübt und besprochen werden:
Außerdem ist es sinnvoll, unvorhergesehene Situationen zu besprechen, z.B. das Ausfallen einer Ampel.

3) Steht die sichere Route fest, gilt: wiederholen, wiederholen, wiederholen!
Und wenn etwas richtig gemacht wird: loben! Tipp: Drehen Sie zur Sicherheit die Rollen um und lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen sowie den Weg und Gefahrenstellen erklären. Begleiten Sie Ihr Kind vor allem in der ersten Zeit auf dem Schulweg und überprüfen Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt, ob sich Ihr Kind alles gemerkt ha.

Aktiv mobil auf dem Schulweg:
Den Schulweg zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder einem anderen Gerät zurückzulegen, bedeutet gesunde Bewegung zu machen. „Aktive Mobilität“ auf dem Schulweg heißt, die eigene Muskelkraft zur Fortbewegung zu nutzen. Kinder, die z.B. mit dem Fahrrad in die Schule fahren, sind körperlich aktiver als solche, die mit dem Auto gefahren werden.

Schülerinnen und Schüler, die selbst mobil unterwegs sind, tragen dazu bei, den Hol- und Bringverkehr durch Autos zu den Schulen zu verringern. Meist ist ein gesicherter Schulweg vorhanden, z.B. durch Ampeln, Zebrastreifen oder Schülerlotsen. Dies ermöglicht den Schülerinnen und Schülern in einer gesicherten Umgebung wichtige Erfahrungen und Kompetenzen im Straßenverkehr zu sammeln, die ihnen dann auch in der Freizeit nützen.

Bus, Straßenbahn & Co:
Benutzt Ihr Kind auf dem Weg zur Schule öffentliche Verkehrsmittel, können Sie den Weg von und bis zur Haltestelle auf ähnliche Weise üben wie den Fußweg zur Schule. An manchen Kreuzungen helfen Schülerlotsen beim Überqueren der Straße. Zudem ist es sinnvoll, Kindern Verhaltensweisen für Haltestellen und öffentliche Transportmittel mit auf den Weg zu geben, wie beispielsweise:

1. Nicht drängen und toben.
2. Abstand von der Gehsteigkante bzw. zur Straße oder zum Haltebereich des Fahrzeuges halten.
3. In öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen oder sich gut festhalten.
4. Nach dem Aussteigen warten, bis Bus, Straßenbahn, Zug oder U-Bahn weggefahren sind.
5. Fahren Sie die ersten Male gemeinsam mit Ihrem Kind und erklären Sie alles Nötige.

Sichere Ausrüstung:
Kinder sind schon allein aufgrund ihrer Körpergröße für andere Verkehrsteilnehmer nicht so gut erkennbar. Herrscht zudem noch schlechte Witterung, Dämmerung oder Dunkelheit, werden sie noch schwerer wahrgenommen. Einige einfache Maßnahmen können zur Sicherheit der kleinen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer beitragen.

Tipps für mehr Sicherheit im Straßenverkehr:
1. Kindern möglichst helle Kleidung anziehen.
2. Helle Schultasche bzw. hellen Rucksack bevorzugen.
3. Viele Schultaschen und manche Rucksäcke weisen bereits reflektierendes Material auf. Ideal ist es,
      zusätzlich Kleidung, Schuhe, Helme und Hauben mit reflektierenden (lichtwiderspiegelnden) Produkten
      auszurüsten. Bringen Sie das reflektierende Material am besten gut verteilt an Kleidung und
      Ausrüstung vorne, hinten und an der Seite an. Die Materialien sind in verschiedenen Formen erhältlich,
      z.B. als Aufnäher und Aufkleber, als Streifen, als Reflexbänder mit Klettverschluss oder Klatschbänder
      für Arme und Beine.
4. Für Autofahrerinnen und Autofahrer: vorausschauend, rücksichtsvoll und sicherheitsbewusst fahren.

Parken ohne Kennzeichen

Kraftfahrzeuge dürfen nur auf öffentlichem Grund verwendet werden, wenn gültige Kennzeichen angebracht sind. Ausnahmen gibt es selten.

Dann und wann werden einem Kraftfahrzeug wegen mangelnder Verkehrssicherheit die Kennzeichen abgenommen, z.B. wegen abgefahrener Reifen. Kraftfahrzeuge dürfen aber bekanntlich nur auf öffentlichem Grund verwendet werden, wenn gültige Kennzeichen angebracht sind. Und unter Verwendung eines Kraftfahrzeuges ist nicht nur das Lenken, sondern auch das Abstellen und Parken gemeint.

Kennzeichenabnahme durch Exekutive ohne Kenntnisnahme des Kfz-Halters oder Lenkers:
Wenn es zu einer Kennzeichenabnahme durch die Exekutive kommt, wird dies dem (nicht anwesenden) Kfz-Halter oder Lenker mittels einer an der Windschutzscheibe hinterlegten schriftlichen Verständigung zur Kenntnis gebracht. Der Lenker oder Zulassungsbesitzer ist dann verpflichtet, die unverzügliche Entfernung des Fahrzeuges zu veranlassen.

Rechtswidrig: Anbringen von Pappendeckel-Kennzeichen
Besitzer von Wechselkennzeichen stellen gerne den Zweitwagen ohne gültiges Kennzeichen auf öffentlichen Verkehrsflächen ab. Ein Verkehrsteilnehmer mit einer solchen Wechselkennzeichen-Berechtigung war tatsächlich felsenfest davon überzeugt, durch das Anbringen von Pappendeckel-Kennzeichen im Zweitwagen jedenfalls erlaubterweise sein Auto geparkt zu haben. Das Fahrzeug wurde daraufhin abgeschleppt.

Das Gesetz ist eindeutig: Der bloße Umstand, dass ein Fahrzeug ohne gültiges Kennzeichen auf einer öffentlichen Verkehrsfläche abgestellt wird, lässt bereits die Entfernung durch die zuständige Behörde zu.

Ausnahmebewilligung für Zweitauto:
Besteht Bedarf am Abstellen eines Kfz auf einer Straße mit öffentlichem Verkehr, wie das oft im Zusammenhang mit Wechselkennzeichen der Fall ist, kann die Bewilligung dafür bei der betreffenden Behörde beantragt werden. Wegen der fast überall herrschenden Parkplatznot werden aber solche Ansuchen nur selten bewilligt. Zuständig für derartige Anträge ist die Gemeinde.

Fahrradsicherheit

Österreich hat sich in den letzten Jahren zu einem Volk der Radfahrer entwickelt. Wenn wir uns auch bei weitem nicht mit den Holländern vergleichen können, ist es doch so, dass es immer mehr Radler gibt. Bei Fahrten auf öffentlichen Verkehrsflächen sind die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu beachten. Ärgernisse zwischen Auto- und Radfahrern entstehen häufig, weil sie die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen nicht genau kennen. Gegenseitige Rücksichtnahme hilft, derartige Konflikte zu vermeiden. Wissen um die wichtigsten Verkehrsregeln für Radfahrer auch.

Vorschriften, Regeln und rechtliche Grundlagen:
Persönliche Voraussetzungen für Radfahrer:
o) Alkohollimit. 0,8 Promille
o) Kinder dürfen grundsätzlich nur unter Aufsicht einer Begleitperson (Mindestalter 16 Jahre) Rad
    fahren.
o) Alleinfahren ab dem 12. Lebensjahr, mit Fahrradausweis ab dem 10. Lebensjahr

Wo darf (nicht) gefahren werden?
Folgende Verkehrsflächen dürfen (bzw. müssen) mit allen Fahrrädern befahren werden:
o) Fahrbahn, außer bei Vorhandensein einer Radfahranlage. Ausnahme von der Benützungspflicht gilt
    bei spezieller Verordnung und weiterhin für Trainingsfahrten mit Rennrädern.
o) Auf speziell als solche gekennzeichneten Fahrradstraßen ist jeder Fahrzeugverkehr, außer dem
    Fahrradverkehr, verboten. Es darf nebeneinander gefahren werden, doch gilt eine
    Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
o) Gegen die Einbahn nur, wenn diese Erlaubnis gesondert beschildert wurde.
o) Radweg
o) Radfahrstreifen
o) Geh- und Radweg
o) Radfahrerüberfahrt
o) Wohnstraßen, auch ohne Beschilderung gegen die Einbahn, aber nur mit Schrittgeschwindigkeit
o) Fußgängerzonen nur dann, wenn dies durch Beschilderung ausdrücklich erlaubt wird
    (Schrittgeschwindigkeit).
o) Begegnungszonen

Fahrverbote für Fahrräder:
Bei entsprechender Kennzeichnung
o) Gehsteig, (außer zum Queren im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz) (Ausnahme
    Kinderfahrrad unter Begleitung)
o) Gehweg und auf dem für Fußgänger bestimmten Teil eines (getrennten) Geh- und Radweges
o) Autobahn und Autostraße
o) Schutzweg

Vorrang:
Beschilderungen mit „Dreieck“ oder Stopptafel gelten auch für Radfahrer!

Bei Radfahrerüberfahrten gelten besondere Regeln:
o) Tempolimit bei ungeregelten Radfahrerüberfahrten: maximale Annäherungsgeschwindigkeit
    von 10 km/h.
o) Vorrang gegenüber rechts und links, solange sich der Radfahrer auf der Radfahrerüberfahrt befindet.
o) Wartepflicht, wenn ein Radfahrer eine Radfahranlage verlässt oder diese endet.
o) Wenn weder eine Beschilderung noch eine Bodenmarkierung einer Radfahranlage vorhanden ist,
    gelten die üblichen Vorrangregeln, also z.B. der Rechtsvorrang.

Telefonieren auf dem Fahrrad nur noch mit Freisprecheinrichtung!
Telefonieren, mailen und SMSen und Radfahren vertragen sich nicht gut. Daher ist das auch verboten. Ausnahme: Telefonieren mit Freisprecheinrichtung. Bei Verstoß droht eine Strafe von 50 Euro bis 72 Euro.

Nähere Informationen:
Internet: www.help.gv.at

Ablenkung am Steuer

E-Mails checken, Textnachrichten verschicken, Musik hören, telefonieren – beinahe selbstverständlich werden oft mehrere Dinge gleichzeitig erledigt, während wir uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto im Straßenverkehr bewegen. Nicht ohne Risiko: Jede Ablenkung im Straßenverkehr erhöht das Risiko eines Verkehrsunfalles. Auch wenn es „nur ein paar Sekunden“ dauert, legt man mit einem Fahrzeug, Fahrrad oder zu Fuß eine gewisse Wegstrecke zurück, ohne dabei das Geschehen auf und neben der Straße wahrzunehmen. Ablenkung am Steuer verlängert außerdem die Reaktionszeit und man gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ablenkung bzw. Multitasking gilt mittlerweile als Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Beobachtungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit haben dazu interessante Ergebnisse geliefert:

F
ußgänger:
Während sich essende oder rauchende Fußgänger ähnlich nicht abgelenkten Fußgängern verhalten, zeigen Telefonierende dreimal so häufig falsches Verhalten beim Überqueren von Straßen, am Handy Tippende sogar nahezu viermal so oft. Sie nutzen häufiger als nicht abgelenkte Personen die vorhandenen Schutzwege nicht, überqueren häufiger bei roten Ampeln die Straße oder achten weniger auf den Verkehr.

Radfahrer:
Mittlerweile sollte bekannt sein, dass auch beim Radfahren das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung gesetzlich verboten ist. In den vergangenen Jahren war bei fast 37% der verletzten oder getöteten Radfahrer Ablenkung oder Unachtsamkeit die Hauptunfallursache. Sie waren häufiger mit höherer Geschwindigkeit unterwegs als nicht abgelenkte Radfahrer, sie fuhren öfter auf nicht für sie vorgesehenen Flächen oder wechselten die Fahrtrichtung ohne Ankündigung durch Handzeichen.

Autofahrer:
Besonders gefährlich ist Ablenkung beim Autofahren. Unachtsamkeit als Hauptunfallursache ist bei annähernd gleichbleibender Tendenz in den letzten Jahren für etwa 31% der verletzten und 27% der getöteten PKW-Insassen verantwortlich. Vor allem junge Lenker sind während des Fahrens häufig abgelenkt, wobei dies beim Lesen noch deutlicher zu beobachten war als beim Tippen. So nimmt die Hälfte Anrufe entgegen, davon 37% ohne Freisprecheinrichtung, und jeder Dritte ruft auch aktiv aus dem Fahrzeug an. Festzustellen ist zudem, dass junge Lenker das Mobiltelefon während der Autofahrt vermehrt verwenden, um SMS zu lesen (32%), zu schreiben (25%) oder diverse Messenger-Dienste zu nutzen (24%).

Empfehlungen:
Da bei manchen Verkehrsteilnehmern das Bewusstsein für die Gefahren durch Ablenkung fehlt, von anderen jedoch die Gefahr durch Ablenkung sogar bewusst eingegangen wird, setzt die Exekutive auf Information und eine verstärkte Überwachung des Handyverbots (Verwendung ohne Freisprecheinrichtung). Es können empfindliche Strafen drohen und bei Probeführerscheinbesitzern führt eine Missachtung des Handyverbots zusätzlich zu einer Verlängerung der Probezeit.

Informationen für einen sicheren Weg zur Schule

Kinder zählen auch in der Bezirkshauptstadt Mistelbach zu den am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Vor allem der tägliche Weg in die Schule birgt für die Kleinsten zahlreiche Risiken. Sie sind für Autofahrer oft nicht sofort sichtbar und können erst ab etwa dem 9. Lebensjahr Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig abschätzen. Das Sichtfeld ist erst ab dem 12. Lebensjahr voll entwickelt, weshalb vorher das seitliche Herannahen von Autos nur begrenzt wahrgenommen werden kann. Wichtige Fähigkeiten, um sich einigermaßen sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Aber: All das kann Ihr Kind durch Übungen erlernen. Deshalb sollten Sie den Schulweg noch vor dem ersten Schultag gemeinsam mit ihm trainieren. Stellen Sie für Ihr Kind klare Regeln auf: Nicht zu nah am Fahrbahnrand stehen und nicht zwischen geparkten Autos heraus die Straße betreten. Erklären Sie ihm, warum – im Gegensatz zum Fahrzeuglenker – nur der Fußgänger sofort stehen bleiben kann und wie wichtig es daher ist, besonders bei Schlechtwetter nie zu knapp vor herankommenden Fahrzeugen auf den Zebrastreifen oder die Straße zu steigen. Rot heißt STOPP, und zwar immer. Sagen sie Ihrem Kind, dass es im Straßenverkehr aufmerksam sein muss und nicht mit dem Handy hantieren soll.

Kinder sind schon allein aufgrund ihrer Körpergröße für andere Verkehrsteilnehmer nicht so gut erkennbar. Herrscht zudem noch schlechte Witterung, Dämmerung oder Dunkelheit, werden sie noch schwerer wahrgenommen. Viele Schultaschen und manche Rucksäcke weisen bereits reflektierendes Material auf. Ideal ist es, zusätzlich Kleidung, Schuhe, Helme und Hauben mit reflektierenden Produkten auszurüsten.

Gefährliche Stellen sollten gesondert geübt oder besprochen werden. Außerdem ist es sinnvoll, unvorhergesehene Situationen zu besprechen, z B. das Ausfallen einer Ampel. Drehen Sie zur Sicherheit die Rollen um und lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen sowie den Weg und Gefahrenstellen erklären.

Wenn Ihr Kind öffentliche Verkehrsmittel am Schulweg benutzen kann, üben sie auch hier schon vor Schulbeginn das richtige Verhalten: An Haltestellen nicht drängen und Unfug treiben, nach dem Aussteigen warten bis der Bus weggefahren ist, nach links und rechts schauen und, wenn kein Fahrzeug kommt, die Straße überqueren.

Der alltägliche Straßenverkehr stellt hohe Ansprüche an alle Verkehrsteilnehmer: Kenntnisse der allgemeinen Verkehrsregeln, ständige Aufmerksamkeit und vorausschauendes Denken wird von uns allen erwartet.

Sicher in die Fahrradsaison

Der Frühling ist angekommen und viele Menschen steigen auf das Fahrrad als Transportmittel um. Das Fahrrad ist aber auch für Kriminelle ein begehrter Gegenstand. Beachten Sie die Empfehlungen der Kriminalprävention und starten Sie sicher in die Fahrradsaison.

Der Fahrradverkehr gewinnt an Bedeutung. Fahrrad fahren ist relativ billig und gesund, es entlastet stark befahrene Verkehrsrouten und ist in der Stadt ist eines der schnellsten Verkehrsmittel. Sie stehen nicht im Stau, brauchen nur wenig Abstellplatz und sind von Fahrplänen unabhängig. Der Markt hat sich angepasst und bietet Fahrräder für alle Ansprüche. Vom teuren Rennrad mit Karbonrahmen bis hin zum praktischen E-Bike ist alles zu haben.

Um verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnehmen zu können achten Sie bitte auf eine geeignete Schutzausrüstung und an die Verkehrsregeln. Als Fahrradfahrer werden Sie leicht übersehen. Am Fahrrad sollten auch alle Ausrüstungsgegenstände gemäß der Fahrradverordnung angebracht sein. Im Fachhandel oder auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (http://www.bmvit.gv.at) erhalten sie diesbezüglich Informationen.

Die steigende Nachfrage bringt Kriminelle auf den Plan. Fahrraddiebe stehlen schlecht abgesicherte Räder und beachten dabei nicht einmal, wie alt oder wie wertvoll diese sind. Die Räder werden dann als „gebraucht“ wiederverkauft. So manches Opfer findet das eigene Fahrrad auf einschlägigen Internetplattformen zum Verkauf angeboten. Diebe machen sich die Unachtsamkeit vieler Fahrradbesitzer zunutze.

Im Falle eines Abhandenkommens des Rades sind Eckdaten wie Farbe, Marke, Modell, Rahmennummer, Material wertvolle Informationen, um einerseits ihren rechtmäßigen Besitz nachzuweisen und andererseits eine Anzeige zu erstatten. Denn selbst, wenn das Fahrrad wieder auftauchen sollte: wie beweisen Sie, dass es Ihres ist, wenn Sie weder Rechnung noch Kaufvertrag haben?

Empfehlung der Kriminalprävention für einen sicheren Start in die Fahrradsaison:
o) Fahrrädernach Möglichkeit stets in einem versperrten Raum abstellen.
o) Im Freien das Fahrrad mit Rahmen und Hinterrad an einem fix verankerten Gegenstand befestigen.
o) Das Fahrrad an frequentierten Plätzen abstellen, die bei Dunkelheit gut beleuchtet sind.
o) Das Fahrrad nicht immer am gleichen Platz abstellen.
o) Fahrräder am Autodach oder Fahrradträger am besten mit einem Spiralkabel am Rahmen, Vorder-
    und Hinterrad absperren.
o) Lassen Sie keine Wertgegenstände am Gepäckträger oder in den Gepäcktaschen zurück.
o) Werkzeug in der Satteltasche könnten Diebe zum Knacken der Sicherung verwenden.
o) Nehmen Sie teure Komponenten, wie den Fahrradcomputer ab, bevor es Diebe tun.

Die wirksamsten Schlösser:
o) Bügelschlösser sollten einen Rohrdurchmesser von mindestens 19 mm aufweisen und aus speziell
    gehärtetem Metall sein.
o) Kabelschlösser sollten mindestens 8 mm stark und durch gehärtete Stahlhülsen geschützt sein.
o) Zahlenschlösser sind nicht empfehlenswert.

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